+
Eine Lasershow als Alternative zum Feuerwerk kommt zumindest bislang nicht in Frage.

Bei Winter-Seefest soll es aber keine Knallerei mehr geben

Laser-Show keine Alternative zum Feuerwerk

  • schließen

Beim Winter-Seefest soll es künftig keine Knallerei mehr geben. Im Sommer bei den drei großen Seefesten aber schon. Wäre eine Lasershow eine Alternative? Bislang winken die Verantwortlichen ab. 

Rottach-Egern – Ein Feuerwerk zum Winter-Seefest wird es nicht mehr geben. „Dabei bleibt es“, versichert Rottachs Bürgermeister Christian Köck. Schon heuer hatte die Gemeinde abgespeckt, nur ein Schmalspur-Feuerwerk bestellt. Tatsächlich erschien das Feuer-Spektakel manchem Zuschauer kaum weniger laut als sonst. „Aber es war kürzer, und es wurde auch nicht so hoch geschossen“, meint Köck. Dies vor allem mit Rücksicht auf die gefiederten Wintergäste, die sich gerade in der Rottacher Bucht niedergelassen haben. Eine Wiederholung soll es aber auf keinen Fall geben. Auch ein leises Feuerwerk ist nicht erwünscht. Das nächste Winter-Seefest – es findet erst 2019 statt – soll ganz ohne Knalleffekt ausklingen.

Als Alternative empfiehlt Thomas Essenfelder aus Ellmösl eine Lasershow. Was damit gezaubert werden kann, hat er Bürgermeistern und Vertretern der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) schon 2014 vor Augen geführt. Essenfelder ist vom Fach: Er ist Mitarbeiter der Firma RTI Laser Systems und baut in einem Firmengebäude im Mühlthal (Gemeinde Valley) Laser zusammen. Das Unternehmen versuchte, die Vertreter der Tal-Gemeinden bei einer Präsentation zu überzeugen.

„Aber das ist eine Kostenfrage“, meint Köck. Eine gelungene Lasershow sei deutlich teurer als ein Feuerwerk. Dennoch werde er sich im kommenden Sommer in Zell am See eine Lasershow ansehen, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Dort werde das Licht-Spektakel seines Wissens nach aber auch von großen Unternehmen gesponsert. Ein winterliches Seefest müsse aber auch keine Lichteffekte bieten, erklärt Köck.

Anders die drei Seefeste im Sommer. „Da gehört ein Feuerwerk einfach dazu“, findet Köck. Traditionsgemäß endet das offizielle Programm der sommerlichen Seefeste in Rottach-Egern, Tegernsee und Bad Wiessee mit einem großen Brillant-Feuerwerk über dem Tegernsee. „Das kann der Gast erwarten, und das ist auch nicht zuviel“, meint Peter Rie, Veranstaltungsmanager bei der TTT. Die Tourismus-Organisation richtet die drei Seefeste im Auftrag der Gemeinden aus. Zum Thema Feuerwerk gab’s eine Beratung. Ergebnis: Alles bleibt wie gehabt. Eine Lasershow ist für Rie keine Alternative. Nicht nur wegen der Kosten. Damit die Laserpräsentation richtig wirke, brauche man Wald oder Berge als Hintergrund, erklärt Rie. Der Standort am See eigne sich nicht so gut. „Und fürs Wild ist es doch sicher auch nichts, wenn wir in den Wald leuchten.“

Wie hoch die Kosten für eine Laser-Darbietung eigentlich wären, kann Rie nicht sagen. „Ich habe kein Angebot vorliegen.“ Aber mit einer fünfstelligen Summe sei wohl zu rechnen. Ein Feuerwerk kostet um die 5000 Euro.

In Rottach-Egern soll es bei diesem einen großen öffentlichen Feuerwerk im Jahr bleiben. „Auf die privaten haben wir ja keinen Einfluss“, meint Bürgermeister Köck. Oder fast keinen. Für einen großen Feuerzauber müsste die Gemeinde die Sperrung öffentlicher Räume zulassen. „Aber das machen wir nicht mehr“, berichtet Köck. Nur an Silvester habe man dem Hotel Überfahrt eine Ausnahme bewilligt, es durfte ein Stück Seeuferweg gesperrt werden. Ansonsten sind Knalleffekte nur noch auf privatem Boden möglich, wie Köck versichert: „Da sind wir mit Rücksicht auf Tier und Mensch konsequent.“ 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Mit majestätischen Bläserklängen ist am Donnerstagabend die 45. Tegernseer Woche eröffnet worden. Die Chiemgauer Bläsergruppe Rupertiblech führte das Publikum zurück in …
Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Eigentlich bat der Kindergarten in Bad Wiessee nur um einen Zuschuss. Doch den Antrag nahm der Gemeinderat zum Anlass, um einen Wunsch loszuwerden. Es geht um die …
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Das Projekt „Zeiselbach Winterstube“ ist für Bad Wiessee gestorben. Die Gemeinde will den Pachtvertrag für die einstige Forstarbeiter-Hütte kündigen. Das Ende einer …
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Ein Mal quer durch den See
Radfahren, Laufen, Segeln – in diesen Disziplinen ist der Tegernsee bereits präsent. Jetzt kommt das Langstreckenschwimmen.
Ein Mal quer durch den See

Kommentare