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Der Rettungshubschrauber im Tal.

Suchaktion am Samstag

Lawinenabgang am Hirschberg: Bergwacht im Großeinsatz

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Lawinen-Abgang am Hirschberg: Im Gipfelbereich brach am Samstag eine 80 Meter breite und drei Meter hohe Wächte ab. Ein Großaufgebot an Rettern rückte aus.

Rottach-Egern – Wie die Bergwacht Rottach mitteilt, hatten drei Bergwanderinnen am Samstag großes Glück: Sie meldeten gegen 14.10 Uhr den Abgang einer großen Nassschnee-Lawine, die den nordseitigen Zustieg zum Hirschberghaus verschüttete, den „Sommerweg“. Die Lawine hatte sich direkt hinter ihnen gelöst und donnerte mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Augenzeugen berichteten der Einsatzleitung via Handy, dass bis zu drei Personen verschüttet sein könnten. Die Breite des abgegangenen Schneebretts ist selbst von Tal aus gut zu erkennen.

Die Bergwacht alarmierte unverzüglich Rettungshubschrauber und Hundeführer; angefordert wurden die Bergwacht-Bereitschaften Rottach, Schliersee, Bayrischzell, Lenggries und Bad Feilnbach. Auch der Polizei-Hubschrauber Edelweiß 7 und Hundeführer der alpinen Einsatzgruppe mit Suchhunden waren im Einsatz. Die Tölzer Bergwacht brachte ihren Tankanhänger ins Tal, um die Hubschrauber zu unterstützen.

Der Rettungshubschrauber aus Murnau setzte zwei Bergwachtmänner mit der Seilwinde unmittelbar auf dem Lawinenkegel ab. Gottlob blieb ihre Suche ohne Befund. Gegen 17.30 Uhr wurde die Absuche eingestellt. Beteiligt am Einsatz waren 22 Bergwacht-Aktive, sechs Polizeibergführer und vier Polizeihundeführer. 

Noch während der Einsatz lief, gingen drei weitere Notrufe ein. Andere Kameraden der Rottacher Bergwacht versorgten einen verletzten Skifahrer an der Lukas-Alm, eine Wanderin an der Aueralm und retteten ein Paar aus Bergnot an der Baumgartenschneid. Bereits am Ostermontag waren die Bergretter zur vorsorglichen Absuche einer am Setzberg-Osthang abgegangenen Lawine gerufen worden. 

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