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Ein Zeichen der Hoffnung: Das erleuchtete Wallbergkreuz

Bis Ostersonntag

Leuchtendes Laser-Kreuz auf dem Wallberg: Ein Zeichen der Hoffnung in dunklen Zeiten

  • Christina Jachert-Maier
    VonChristina Jachert-Maier
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Gottesdienste sind wegen der Corona-Krise auch an Ostern nicht erlaubt, aber über dem Tegernseer  Tal strahlt in den Nächten von Karfreitag bis Ostersonntag ein Laser-Kreuz auf dem Wallberg.

„Wir haben uns in diesen Tagen bemüht, immer wieder Zeichen der Hoffnung, der Gegenwart zu setzen“, sagt Monsignore Walter Waldschütz. Seine erste Idee, das Wallbergkreuz anzustrahlen, war aber aus technischem Gründen nicht realisierbar.  „Es sah so aus, dass wir keine Chance haben, mit dem Hoffnungssymbol unser Zeichen Christi des Erlösers an unseren Wallberg zu senden“, berichtet Waldschütz. 

Aber wie wäre es, ein Laserkreuz auf den Wallberg zu strahlen? Waldschütz besprach die Idee mit Anton Maier, dem Vorsitzenden des Trachtenvereins Wallberger.  Der zeigte sich begeistert und rief beim Rottacher Bürgermeister Christian Köck an, der sofort seine Unterstützung zusagte. Waldschütz fragte beim Landratsamt wegen der Genehmigung an. Dort machte man ihm erst wenig Hoffnung, doch Verwaltungsleiter Martin Pemler befasste sich neben der Arbeit im Krisenstab mit dem Thema und sah die Möglichkeit zur Genehmigung, wenn die zuständige Biologin zustimmt.

Blitzartige Spendenaktion für Laserkreuz

 „Während Herr Maier schon mit der Fachfirma Kontakt aufgenommen hatte, habe ich die Biologin erreicht, die aus ihrer Sicht keinerlei Bedenken hatte“, schildert Waldschütz. Es herrschte große Freude, bis Waldschütz nach dem Kosten fragte: Sonderpreis für drei Abende 2.700 Euro. Daran musste das Projekt aber nicht scheitern. Blitzartig sagten die Gemeinde Rottach-Egern, die Stadt Tegernsee, die Wallberger, Mitglieder der Pfarrei und Seelsorger finanzielle Unterstützung zu. Installiert wurden die Gerätschaften auf der Wiese von Bürgermeister Köck. Nun werden bis Ostersonntag  immer von 20.45 bis 22.15 Uhr  Kreuze an den Wallberg gestrahlt.

Monsignore Waldschütz glücklich über breite Unterstützung

Waldschütz ist glücklich, dass seine Idee so viel Unterstützung gefunden hat: „Ich bin überwältigt und zutiefst dankbar, was hier an einem Tag geschehen ist.“ Die Pfarrei sei sehr aktiv gewesen, um die Menschen zu erreichen, habe Postwurfsendungen an alle Haushalte geschickt, jeden Tag eine liturgische Aktion  gestaltet und Bewohnern der Altenheime Grußkarten und Schokoladeneier gebracht. „Aber ich denke für diese Drei Heiligen Tage braucht es in dieser dunklen Zeit auch ein leuchtendes Hoffnungszeichen.“

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