Der modernste Bauhof am Tegernsee - ein Rundgang
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Der neue Bauhof erleichtert Mitarbeitern und dem stellvertretenden Leiter Tobias Maurer die Bewältigung der täglichen Aufgaben.
Der modernste Bauhof am Tegernsee - ein Rundgang
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Reste vom Winterdienst lagern in der neuen Splitthalle - links das Salz, rechts der Splitt.
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Sauber aufgereiht parken Lkw, Trucks und Unimogs in der neuen Fahrzeughalle.
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Blick auf die neue Fahrzeughalle
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Sauberer Anblick: die neue Fahrzeughalle.
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Blick in den Innenhof des neuen Bauhofs.
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Tobias Maurer im Büro der Bauhof-Leitung.
Ein Rundgang in Bildern durch Rottachs Vorzeige-Bauhof.
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Komplett neu: die Tankstelle für Bauhof-Fahrzeuge.

In Rottach-Egern am Kalkofen

Der modernste Bauhof am Tegernsee - ein Rundgang

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Der Standort ist der alte, das Outfit komplett neu: Nach über 50 Jahren hat sich Rottach-Egern einen neuen Bauhof geleistet. Ein Rundgang noch vor der offiziellen Eröffnung.

Rottach-Egern – Die Mittagspause ist für Tobias Maurer (35), den stellvertretenden Bauhofleiter, noch nicht ganz vorbei, da klingelt schon wieder das Telefon. Die Bewohnerin eines Gemeindehauses hat einen Schmerz, Maurer verspricht, sich darum zu kümmern. „Wir sind ein Kummertelefon“, sagt Maurer. Der Bauhof, ein Mädchen für alles. Die 24 Mitarbeiter, darunter zwei Frauen, kümmern sich um alles – von A wie Abfallbeseitigung in den Erholungsanlagen bis Z wie Zimmererarbeiten in den gemeindlichen Gebäuden. Ob Beseitigung von Streusplitt jetzt nach dem Winter, über Pflege der Spazierwege, die Beseitigung von Hundekot, das Ausbessern von Schlaglöchern oder Bepflanzung und Pflege der Blumenrabatten – es gibt fast nichts in der Gemeinde, für das nicht der Bauhof zuständig wäre.

Und jetzt kam auch noch der Neubau dazu. Über 50 Jahre hatte der alte Bauhof auf dem Buckel, er war zu klein, entsprach vielen Anforderungen längst nicht mehr. Maurer, seit 15 Jahren im Bauhof beschäftigt, machte mit der Gemeinde eine Bestandsaufnahme, die dann in die Planungen des Architekturbüros Wagenpfeil einfloss. „Wir mussten einen Berg von Vorschriften einhalten“, berichtet Maurer. Berufsgenossenschaft und Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) redeten mit. Zudem mussten die Fahrzeuge und Gerätschaften in Ausweichquartiere gebracht werden. Bei der Feuerwehr wurde ein Behelfszelt aufgestellt, die ehemalige Walzenhalle an der Ludwig-Thoma-Straße, einst ein Gefängnis, wurde ebenfalls gefüllt. Am 28. Februar 2016 war es soweit: Der Abriss der alten Gebäude am Kalkofen begann. 3000 Kubikmeter Fels musste zunächst gesprengt, die Felswand anschließend gesichert werden. „Die Entsorgung des Materials hat die Kosten leider etwas in die Höhe getrieben“, weiß Rottachs Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Auf dem Gelände des Bauhofs befand sich früher ein Kalkwerk – daher der Name Kalkofen. Statt der geplanten 3,9 Millionen werden wohl 4 bis 4,1 Millionen Euro zu zahlen sein. Nach nur zehn Monaten standen die Bauten, kurz vor Weihnachten konnte der Einzug beginnen: Weil alles schnell gehen sowie günstig und haltbar sein musste, wurden Betongerippe aufgestellt, die dann mit Porenbetonteilen aufgefüllt wurden. Darauf kam ein hölzerner Dachstuhl, dann ein „Sandwich-Dach“, bestehend aus Isolierung und Blechhaut.

„Wir haben keinen Luxusbauhof, aber alles ist modern und sehr praktisch“, freut sich Maurer und öffnet die einzelnen Hallen. Neben einem Verwaltungsbau, in dem sich das Büro von Chef Georg Erhard und seinem Vize, der Aufenthaltsraum mit kleiner Küche, die Toiletten und Duschen befinden, ist hier auch eine Waschhalle und die Werkstatt untergebracht. In der Mitte des rund 7000 Quadratmeter großen Geländes ist die Fahrzeughalle mit zehn Toren platziert – fünf auf jeder Seite. Insgesamt 16 Tore können auf dem Gelände geöffnet und genutzt werden. Darin alle Fahrzeuge, von Lkw, über Uni-Trucks, bis Radlader, Minibagger, Kehrmaschine, Kleintransporter und Traktor, der auch am Sportplatz Birkenmoos gebraucht wird. Gleich rechts neben der Einfahrt das Streumateriallager, getrennt nach Splitt und Salz. „Bequem und auch viel kostengünstiger wie früher zu beladen“, erklärt Maurer, der auf einen immer noch großen Berg an Material blickt. 285 Tonnen Splitt und 250 Tonnen Salz wurden verbraucht, „Der Winter war unterdurchschnittlich“, meint Maurer. Die Tankstelle wurde erneuert, für sämtliches Kleingerät wie Rasenmäher, Schneefräsen, Schilder, Werkzeug und Kraftstoff gibt’s einen eigenen Anbau. Eine Halle im hinteren Bereich blieb stehen. Hier befindet sich derzeit noch die Bauhof-Schreinerei. Ein Zaun aus Lärchenholz-Elementen soll für Lärm- und Sichtschutz sorgen, die lockere Gestaltung nimmt den derzeit modernen Baustil auf.

„Ich bin froh, dass wir jetzt vernünftig arbeiten können“, sagt Maurer. Die Aufgaben sind nämlich ständig gestiegen. „Schon allein wegen der vielen Veranstaltungen im Ort und auf dem See“, erklärt der stellvertretende Leiter.

Eine talweite Kooperation der Gemeinden – Zukunftsmusik oder Utopie? Maurer weiß von Versuchen, dass dies schwierig zu verwirklichen ist: „Nehmen wir zum Beispiel die Kehrmaschine. Wir haben gerade ständig Anrufe von Geschäftsleuten, die saubere Gehsteige einfordern. Jetzt stellen Sie sich vor, wir müssten denen erklären, dass Bad Wiessee gerade die Kehrmaschine braucht, das wäre unmöglich.“ Immerhin teile man sich im Landkreis eine Asphaltfräse. „Die steht grad bei uns und wird hier gewartet.“

Rottach-Egern ist stolz auf seinen neuen Bauhof und zeigt ihn auch her: So findet nicht nur das jährliche Bauhofleiter-Treffen heuer in Rottach-Egern statt: Am 24. Juni, ist von 10 bis 15 Uhr ein Tag der offenen Tür geplant.

gr

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