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Mountainbike-Fahrer lassen es bergab gerne laufen - das kann gefährlich werden (Symbolbild)

Auf dem Weg zur Rottacher Sibli-Alm

Mountainbiker rauscht in Almbauern-Fahrzeug

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Rottach-Egern - Auf dem Weg zur Sibli-Alm krachte ein bergab rasender Mountainbiker in das Fahrzeug des Rottacher Almbauern Anton Maier.  Der Unfall ging einigermaßen glimpflich ab, aber gefährliche Situationen gibt's oft.  

Der Mountainbiker sauste in voller Fahrt bergab, schnitt die unübersichtliche Kurve. Keine Chance, noch zu bremsen, als Almbauer Anton Maier mit dem Auto bergauf rollte.

„Der Radler ist mir voll auf die Windschutzscheibe gekracht“, schildert Maier. Passiert ist das Ganze am Sonntag gegen 15 Uhr auf der Privatstraße des Bodenverbands Rottachalmwege vom Kisten-Parkplatz an der Sutten in Richtung Wallberg. Bauer Maier war auf dem Weg zu seiner Sibli-Alm, eine Tochter auf dem Beifahrersitz. Den Unfall nehmen er und auch Rottachs Bürgermeister Christian Köck (CSU) zum Anlass, an alle Mountainbiker zu appellieren, Vorsicht walten zu lassen und vor allem Rücksicht zu nehmen.

„Das ist ja kein Einzelfall“, meint Maier. Bei schönem Wetter seien Bergradler zuhauf unterwegs, viele trainierten wohl schon fürs Mountainbike-Festival. Auch die Gemeinde habe auf ihrer Sutten-Mautstraße große Probleme mit ins Tal bretternden Bikern, berichtet Bürgermeister Köck. Da gebe es oft brandgefährliche Situationen. „Wir haben da ja auch Busverkehr.“ Hinzu komme, dass die Gemeinde die Mautstraße derzeit sanieren lasse. Durch die Bauarbeiten sei die Abfahrt für Radler noch gefährlicher. Und nicht nur für sie, sondern auch für Wanderer und Almbauern, die mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind. „Und das sind nicht wenige“, weiß Köck. 

Auch Stefan Hafner von der Hafner Alm etwa klage immer wieder über Probleme. Schilder aufzustellen, bringe leider nichts, meint Köck. „Wir können nur an die Vernunft appellieren.“ Anton Maier will doch noch einen Schritt weiter gehen. Er werde beim Landratsamt nachfragen, ob der Bodenverband die Straße für Radler sperren könne, meint Maier, der selbst Vorsitzender des Verbands ist. Dabei gehe es ihm vor allem um eines: „Wir müssen aus der Haftung kommen.“ Wenn Radfahren erlaubt sei, müsse am Ende der Almbauer zahlen, wenn sich der Biker verletze. In diesem Fall war dem allerdings nicht so. Der Radler aus Dachau, der in der Windschutzscheibe des Almbauern-Fahrzeugs landete, habe sich sehr einsichtig und schuldbewusst gezeigt, berichtet Maier. Der Mann habe Schürfwunden erlitten, das Rad war demoliert. 

Maier brachte Bike und Biker ins Tal. Ihm und der Tochter war nichts passiert. Aber der Schreck sitzt tief – und die Angst vor dem nächsten Zusammenstoß. Schließlich beginnt die Mountainbike-Saison erst, wie Maier weiß. „Und ich muss im Sommer mehrmals täglich auf die Almen fahren.“

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