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Ein Hubschrauber brachte Florian Maier in die Klinik.

Unglück mit Motorsäge 

Nach schwerem Unfall auf Sibli-Alm: Florian Maier dankt Rettern

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Bei der Arbeit auf der Sibli-Alm verletzte sich der Rottacher Florian Maier mit einer Motorsäge schwer am Bein. Auf Hilfe musste er nicht lange warten. 

Rottach-Egern– Nach einem schweren Unfall auf der Sibli-Alm seines Bruders war der Rottacher Florian Maier (47) in höchster Not. Aber es kam schnell Hilfe. Dafür will er sich bei allen Rettungskräften bedanken. Und deshalb schildert er seine Geschichte. „Ich bin wirklich beeindruckt, wie reibungslos alles funktioniert hat und wie freundlich dabei alle waren. Das sollte auch mal öffentlich gesagt werden“, findet Maier, der auch als Moderator des Rosstags bekannt ist.

Es war am Samstag, 9. Mai, als Maier auf der Sibli Alm am frühen Morgen die Reste der Schäden beseitigen wollte, die eine Lawine angerichtet hat. Er trug Holz zusammen, zerkleinerte es. Im Umgang mit der Motorsäge ist Maier geübt, trotzdem geschah es: Die Säge fuhr dem 47-Jährigen tief in den Unterschenkel. 

Mit der Motorsäge in den Unterschenkel

„Es hat sehr heftig geblutet“, erinnert sich Maier. Trotz des Schocks gelang es ihm noch, sich selbst mit einem Seil das Bein abzubinden. Um 7.49 Uhr wählte er mit seinem Handy die 110. Kurz darauf entdeckte ihn ein Wanderer, der bei dem Verletzten ausharrte und ihm Wasser zu trinken gab. Wenige Minuten später standen zwei Polizisten neben ihm. Sie waren im Blitztempo zur Unfallstelle geeilt. Die Sibli-Alm ist mit dem Auto erreichbar, von dort waren es noch etwa 400 Meter zu Fuß. 

Polizei und Bergwacht schnell vor Ort

Unmittelbar darauf trafen drei Männer der Bergwacht ein. Sie übernahmen die Erstversorgung der Wunde, während der Rettungshubschrauber bereits im Anflug war. Gegen 8.30 Uhr seilte sich ein Notarzt vom Heli zu dem Verletzten ab. Der Mediziner übernahm die weitere Versorgung des Patienten. „Er hat mich reisefertig gemacht“, berichtet Maier.

Mit einer Winde wurde der Verletzte in den Hubschrauber gehievt. Wie routiniert und sicher die Retter dies bewerkstelligt haben, hat Maier sehr beeindruckt. Im Heli erhaschte er noch einen Blick aufs Setzberg-Kreuz, kurz darauf landete er im Unfallkrankenhaus Murnau. Kurz nach 9 Uhr lag er dort auf dem OP-Tisch.

Mit dem Hubschrauber nach Murnau

Nach zwei OP’s wurde er am Freitag entlassen. Maier hatte Glück im Unglück. „Es hat weder den Knochen noch die Achillessehne erwischt“, berichtet er. Noch etwas Schonung, dann kann er wieder laufen wie zuvor.  

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