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Paraglider am Tegernsee

Interview mit Fluglehrer Peter Rummel

Das sagt der Hubers Gleitschirmlehrer über den Start bei den X-Alps

Bei ihm lernte Sebastian Huber das Fliegen: Peter Rummel ist Gleitschirm-Fluglehrer am Tegernsee. Was er über den Start seines früheren Schützlings bei den Red Bull X-Alps sagt? Wir haben mal nachgefragt.

Auf dem Salzburger Mozartplatz fällt am Sonntag, 2. Juli 2017, um 11.30 Uhr der Startschuss für die Red Bull X-Alps. 32 Athleten aus 21 Nationen machen sich dann mit Gleitschirm und zu Fuß auf den Weg nach Monaco. Unter ihnen Sebastian Huber vom Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal. Sein ehemaliger Fluglehrer Peter Rummel weiß, was auf ihn zukommt. Vor zehn Jahren war er selbst am Start. 

Herr Rummel, was machen Sie am Sonntag um 11.30 Uhr?

Peter Rummel: Wenn das Wetter passt, werden wir mit unseren Flugschülern beim Fliegen sein.

Werden Sie die Red Bull X-Alps verfolgen?

Peter Rummel: Selbstverständlich. Sebastian Huber hat bei mir 2008 den Gleitschirmschein gemacht. Seitdem hat sich eine gute Freundschaft entwickelt, und gerade die fliegerische Entwicklung der ersten Jahre habe ich intensiv begleitet. Heute kann ich von ihm lernen.

„Er hat gute Chancen, als Erster anzukommen“

2007 waren Sie selbst am Start. Welche Erinnerungen haben Sie?

Gleitschirmlehrer Peter Rummel startete 2007 selbst bei den Red Bull X-Alps.

Peter Rummel: Am Ende überwiegen die positiven Erlebnisse. Müdigkeit, körperliche Erschöpfung und die daraus resultierenden Entscheidungen waren eine intensive und interessante Erfahrung.

Was macht das Besondere des Wettkampfs aus?

Peter Rummel: Online kann der Zuseher alles beobachten, jede Entscheidung kommentieren. Dieser Wettkampf genießt eine unglaubliche Medienpräsenz. Für mich als Athlet war 14 Tage lang nur Red Bull X-Alps.

Hat sich in den zehn Jahren, seit Sie am Start waren, viel geändert?

Peter Rummel: Ja, unendlich viel. Die meisten Athleten auf den vorderen Plätzen betreiben das Gleitschirmfliegen professionell und bereiten sich zwei Jahre vor. Das Rennen hat sich auch im Hintergrund sehr verändert. Damals war ich mit Martin Walleitner als Supporter alleine unterwegs. Bis auf ein, zwei Teams waren das alle. Heute sind sehr viel mehr Helfer dabei und leisten ihren Teil, den Athleten zu unterstützen. Sebastian Huber war 2015 nur mit Martin Walleitner am Start. Dieses Mal sind sie zu viert, was sicher besser ist, denn auch die Supporter leisten Unglaubliches, sind immer müde und müssen beim Autofahren wach bleiben, was leider nicht immer gelingt.

Was meinen Sie: Welche Chancen hat Sebastian Huber? Ist es für ihn eine große Bürde, als Zweiter von 2015 an den Start zu gehen?

Peter Rummel: Ich glaube nicht. Für ihn ist es das letzte Mal, dass er dabei sein will. Und unabhängig von der Platzierung: Er ist super vorbereitet und geht unverletzt an den Start. Gerade fliegerisch hat er sich zu 2015 nochmals weiterentwickelt. Ich denke er hat gute Chancen, als Erster in Monaco anzukommen.

Heidi Siefert

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