Alfred Baier (†)
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Alfred Baier (†)

Treibende Kraft der Gebirgsschützen

Nachruf: Ehrenhauptmann Fredi Baier ist mit 86 Jahren gestorben

Fast 20 Jahre prägte er die Geschicke der Tegernseer Gebirgsschützen. Am Freitag ist Alfred Baier im Alter von 86 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Rottach-Egern – Fast 20 Jahre prägte er die Geschicke der Tegernseer Gebirgsschützen. Am Freitag ist Alfred Baier im Alter von 86 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Monika, mit der er mehr als 60 Jahre verheiratet war, seine drei Kinder Monica, Florian und Wolfgang, sechs Enkel und einen Urenkel.

Nachruf: Ehrenhauptmann Fredi Baier ist mit 86 Jahren gestorben

Bereits mit 29 Jahren hatte Baier den elterlichen Gärtnereibetrieb in der Rottacher Fürstenstraße übernommen. 1973 entstand der Neubau in Weißach, wo er 1982 auch ein Immobilienbüro gründete. 2002 übergab der Senior die Gärtnerei an Sohn Florian, die Immobilienfirma an Sohn Wolfgang.

Die Liste Baiers Ehrenämter ist außergewöhnlich lang. Dafür erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, den Ehrenbrief der Gemeinde Rottach-Egern sowie die Bürgermedaille der Silberstadt Schwaz-Tirol. Von 1966 bis 1984 saß er im Rottacher Gemeinderat, jeweils zwölf Jahre als CSU-Fraktionssprecher und als Vize-Bürgermeister. 1972 bis 1984 war er Kreistagsmitglied sowie ehrenamtlicher Richter am bayerischen Verwaltungsgericht. 48 Jahre gehörte Baier der CSU an, sechs Jahre als Ortsvorsitzender. 32 Vereine und Institutionen unterstützte der engagierte Talbürger, wobei die Gebirgsschützenkompanie (GSK) Tegernsee ganz oben auf der Liste stand.

Auf Jahre treibende Kraft der Gebirgsschützen

1955 wurde Fredi Baier aktiver Gebirgsschütze. 18 Jahre lang war er Führer des Salutzuges der Kompanie, 1991 wurde er zum Hauptmann gewählt. Von dem Amt löste ihn erst 2009 Sohn Florian ab, der Vater wurde Ehrenhauptmann.

Die Auszeichnung kam nicht von ungefähr. Unter Baiers Ägide wuchs die Kompanie auf mehr als 400 Mitglieder an, 1996 und 2003 richtete sie den Patronattag der Bayerischen Gebirgsschützen aus. Baier verstand es, Tradition und Werte der Schützen zu erhalten und mit modernen Ideen zu bereichern. Einen Meilenstein bildete der Bau der Gebirgsschützenhütte heuer vor 20 Jahren. Baier hatte zudem den Bau eines Mariendenkmals in der Rottacher Ortsmitte initiiert, am heutigen Marienplatz. Und er gründete den Förderverein der Kompanie, dem heute seine Tochter Monica von Sigriz vorsitzt.

Baier war auch eine treibende Kraft, als die Bayerischen Gebirgsschützen zum 75. Geburtstag von Josef Ratzinger 2002 nach Rom fuhren, wo er den Kardinal zum Ehrenmitglied der GSK Tegernsee ernannte. Zwei Jahre später feierte Ratzinger in Rottach-Egern eine Messe zu Christi Himmelfahrt. Zur Inthronisation von Papst Benedikt XVI. 2005 organisierte Baier, dass 60 Schützen der Kompanie teilnahmen.

Am Freitag, 17. September, wird Fredi Baier um 14 Uhr auf dem Egerner Friedhof seine letzte Ruhestätte finden. Die Coronavorschriften sind einzuhalten.

von Ingrid Versen

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