Präsentierten der Gemeinde ein Modell: (v.l.) Max Manzenrieder, Architekt Christof Lambardius und Bauleiter Karl Resch.
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Präsentierten der Gemeinde ein Modell: (v.l.) Max Manzenrieder, Architekt Christof Lambardius und Bauleiter Karl Resch.

Gemeinde ist begeistert

Neuer Eigentümer präsentiert Umbaupläne: Egerner Höfe sollen fit werden für Zukunft

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Das Parkhotel Egerner Höfe soll saniert und aufpoliert werden. Die Pläne dafür stießen im Rottacher Ortsplanungsausschuss auf Begeisterung. Der Zeitplan für den Umbau ist ehrgeizig.

  • Der neue Eigentümer will die Egerner Höfe in Rottach-Egern umfangreich modernisieren
  • Die Gemeinde zeigt sich von den Plänen begeistert
  • Im Fokus stehen das Sterne-Restaurant Dichterstube und der Spa-Bereich

Rottach-Egern – Hotel-Urgestein Max Manzenrieder hatte es sich nicht nehmen lassen, die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen gemeinsam mit Architekt Christof Lambardius und dem für das Parkhotel Egerner Höfe zuständigen Bauleiter Karl Resch persönlich zu präsentieren. Sogar ein Modell hatten die Antragsteller dabei, um dem Ausschuss das „neue“ Hotel schmackhaft zu machen. Der neue Eigentümer Christian Ehrmann und seine Frau würden das Projekt mit großer Euphorie angehen, erläuterte Architekt Lambardius. Das Haus aus denn 1970ern sei in die Jahre gekommen und entspreche nicht mehr dem gewünschten Standard. Deshalb habe man das Hotel einer eingehenden Strukturanalyse unterzogen.

Sterne-Restaurant soll zum Herzstück des Hotels werden

Im Kern geht es darum, das Sterne-Restaurant „Dichterstube“, das aktuell abseits zwischen den Höfen „Catharina“ und „Valentina“ liegt, zurück ins Hotel zu holen und zu seinem Herzstück zu machen. Außerdem soll der der SPA-Bereich vergrößert und fit für die Zukunft gemacht werden. Alle geplanten Baumaßnahmen zielten dennoch auf den Erhalt des Charakters des Hauses ab. Der soll so wenig wie möglich verändert werden.

Pavillons aus Glas und Stahl: Anbauten sollen mehr Raum schaffen

Am offensichtlichsten und für die Gemeinderäte gewöhnungsbedürftigsten waren das neu gestaltete Vordach und die in Schwarzstahl und Glas ausgeführten Pavillons, die dem gesamten Gebäude eine Art Sockelcharakter verleihen. Mit insgesamt drei Anbauten in einer Größe von rund 51, 43 und 37 Quadratmetern soll die Erdgeschossfläche zugunsten der Dichterstube, des Lounge- und des Spa-Bereichs erweitert werden. Der Bebauungsplan wird damit um etwa vier Prozent überschritten. Dies ist laut der neuen Bauamtsleiterin Tanja Butz aber so marginal, dass eine Genehmigung der Abweichung genügt und eine Änderung des Bebauungsplans nicht notwendig wird.

In der Dichterstube werden große Bäume wachsen

Auch für die Dichterstube selbst gibt es umfangreiche Pläne: In Glaskuben sollen große Bäume mitten im Sternerestaurant wachsen. Zudem bekommt das Restaurant eine neue Küche, der Konferenzbereich neue Toiletten, und im Ostflügel wird ein Treppenhaus versetzt. Der Spa-Bereich soll künftig auch von extern gut erreichbar sein. Er erstreckt sich mit Pool, Dampfbädern und vier Saunen über zwei Geschosse. Unterirdische Gänge zur Egerner Alm und zur Wäscherei sollen die Beschickung und den Service einfacher machen.

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„Wir arbeiten viel mit wertigen und natürlichen Materialien“, kündigte Lambardius an. Max Manzenrieder ergänzte, dass man Zimmer im Erdgeschoss, die ohnehin bei den Gästen nicht so beliebt seien, zugunsten der Vergrößerung und besserer Abläufe aufgeben werde. Dafür soll im Obergeschoss eine große Suite zu zwei kleineren Zimmern umgestaltet und ein weiteres Zimmer durch eine Gaube attraktiver gemacht werden. Auch gegen die eigentlich satzungswidrige Gaube hatte das Gremium keine Einwände.

Manzenrieder: „Damit sind wir optimal für die Zukunft aufgestellt“

„Ich bin überzeugt, dass das Parkhotel Egerner Höfe nach dieser Sanierung für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte gerüstet und auch technisch auf dem Topstand ist. Damit sind wir optimal für die Zukunft aufgestellt“, sagte der ehemalige Hoteldirketor Manzenrieder, der sich jetzt um den Umbau kümmert, der in nur sechs Monaten über die Bühne gehen soll.

Pavillons aus Glas und Schwarzstahl werden an das Hotel angebaut.

„Das ist extrem sportlich“, meinte Bürgermeister Christian Köck und wünschte gutes Gelingen für das Unterfangen. „Wir wissen, was wir an den Egerner Höfen haben und sind dankbar, dass mit dem neuen Besitzer jemand gefunden wurde, der bereit ist, selbst in diesen Corona-Zeiten zu investieren“, lobte Köck. Dritte Bürgermeisterin Gabriele Schultes-Jaskolla bedankte sich sogar explizit für die Neuausrichtung und freute sich auf die Wiedereröffnung des Hotels im Sommer 2021.

Hier finden Sie ein Interview mit Egerner-Höfe-Koch Thomas Kellermann

Thomas Tomaschek (Grüne) war froh, dass das Hotel fit für die Zukunft gemacht wird. Und auch Anastasia Stadler (CSU) zeigte sich begeistert, erkundigte sich aber nach der Integration der 24 Junior-Suiten in den Höfen „Catharina“ und „Valentina“. Insgesamt werden im Hotel um die 200 Betten zur Verfügung stehen, nur etwa zwei weniger als bisher, entgegnete Manzenrieder. Einstimmig verabschiedete das Gremium den Antrag inklusive aller Abweichungen.

ak

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