Dieser Verbrecher legte seine eigene Spur

Panzer-“Kacker“-Bande  verurteilt - harte Strafen

  • Nina Gut
    VonNina Gut
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Lange verfolgte die Kripo diese Bande. Dann verrichtete der Banden-Chef beim Aufbruch eines Tresors in am Tegernsee neben dem Tatort sein Geschäft. Jetzt wurden die Einbrecher verurteilt.

München/Rottach-Egern – Das Landgericht München II hat die sogenannte Panzerknackerbande zu hohen Haftstrafen zwischen vier und siebeneinhalb Jahren verurteilt. Fünf Männer vom Balkan (zwischen 35 und 55 Jahre alt) brachen mehrmals in München, im Oberland, dabei überwiegend am Tegernsee, und in Schwaben in Hotels und Gastronomiebetriebe ein und knackten die Tresors. Allein im Landkreis Miesbach gehen mindestens neun Einbrüche auf ihr Konto.

Eine Komplizin (46) wurde wegen Strafvereitelung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie hatte Beweismittel vernichtet. Überführt wurden die Einbrecher, weil Bandenchef Edvin D. (40) beim Ausräumen eines Tresors aus einem Hotel in Rottach-Egern eine „Stuhlprobe“ hinterließ. 

Der Kroate und ein Komplize hatten den Safe auf eine Wiese geschleppt und 8300 Euro entwendet. Offenbar verspürte der Kroate beim Knacken des Tresors ein so großes Bedürfnis, dass er sich gleich auf der grünen Wiese erleichterte – und die perfekte DNA-Spur hinterließ. Seitdem geisterte er als „Panzerkacker“ durch die Medien. 

Ein halbes Jahr musste das Gericht akribisch ermitteln, wer wann an welchem Tatort war. Eines der Opfer war Wiesn-Wirt Siegfried Able vom Marstall-Festzelt. Die Beute fiel mit 20 Euro mager aus. Dafür war der Sachschaden umso größer: 20.000 Euro.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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