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Der alte Pavillon verschwindet im kommenden Jahr. An seiner Stelle entsteht ein Neubau für die Grundschule.  

Für Rottacher Grundschüler

Abriss für Schulpavillon Anfang 2018 - Planung für Neubau läuft

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Ein Winter noch, dann ist der Rottacher Schulpavillon Geschichte. Die Planung der neuen Grundschule läuft auf Hochtouren. Sie wird Thema der Schulverbandssitzung am Mittwoch sein.

Rottach-Egern  Das Grundkonzept steht. Dabei heißt das Stichwort: Lernlandschaften. „Wir wollen eine zukunftsfähige Schule bauen“, erklärt Rottachs Bürgermeister Christian Köck (CSU), gleichzeitig Vorsitzender des Schulverbands. Eine, die auch noch passt, wenn das Kultusministerium neue Vorschriften erlässt. Wie berichtet, hatte der Rottacher Gemeinderat im Juli den Grundsatzbeschluss gefasst, den alten Pavillon der Grund- und Mittelschule durch einen Neubau zu ersetzen. Es folgte eine Ausschreibung der Planungsleistungen. Mit der Vergabe der Haupt-Gewerke Architektur, Statik, Heizung und Sanitär befasste sich ein kleiner Ausschuss bereits einen ganzen Tag lang. Mit dabei waren neben Köck die Bürgermeister Josef Bierschneider (Kreuth) und Georg von Preysing (Gmund).

Die Vorgaben sind gesetzt. Der Neubau wird zweistöckig und beherbergt die Grundschule mit acht Klassenzimmern sowie Betreuungsräume. Klassischer Frontalunterricht solle schon noch möglich sein, berichtet Köck. „Aber wir schaffen sogenannte Marktplätze.“ Ein auf die Zukunft gerichtetes Konzept, das die Schulleitung gemeinsam mit einem externen Büro erarbeitet hat. Der Neubau soll ganz der Grundschule vorbehalten sein, erklärt Köck. Weil alle Erst- bis Viertklässler Platz finden und auch mittags dort betreut werden, entsteht Freiraum im vorhandenen Hauptgebäude und im Hort an der Fürstenstraße 38. Somit kann die Mittagsbetreuung der Mittelschule für Fünft- bis Siebtklässler, die derzeit in der Wiesseer Schule untergebracht ist, künftig in Rottach angeboten werden. „Das Konzept dafür müssen wir noch im Detail besprechen“, meint Köck. Möglicherweise bewege man sich in Richtung offene Ganztagsschule, was auch vom Freistaat gefördert werde. Dies sei ein Thema, dem sich die Schulleitung widme.

Sicher ist: Möglichst früh im Jahr 2018 sollen die Arbeiten für den Neubau beginnen. Zuvor lässt der Schulverband den Pavillon abbrechen. Der ist vor allem aus energetischen Gründen nicht zu retten. „Wir heizen da ja nur zum Fenster raus“, macht Köck deutlich.

Die Grundschüler siedeln dann in mobile Klassenzimmer über. Die Anlage wird auf der jetzigen Tartanbahn errichtet. „Die ist ohnehin sanierungsbedürftig“, erklärt der Bürgermeister. Wirklich fehlen wird die Bahn während der Bauzeit seiner Einschätzung nach nicht. „Wir haben ja mit der neuen Sporthalle ein schönes Angebot“, meint Köck. Lange soll die mobile Anlage ohnehin nicht stehen. Der Schulverband will den Neubau schnell hochziehen. Allerdings ist noch viel planerischer Vorlauf nötig. Als Bezugstermin ins Auge gefasst ist der Sommer 2020.

Die Kosten belaufen sich einer Machbarkeitsstudie zufolge auf etwa fünf Millionen Euro. „Das ist für mich aber die absolute Höchstgrenze“, macht Köck deutlich. Der Schulverband wolle in Hinblick auf die Kosten noch nachjustieren. Heißt: nach Einsparmöglichkeiten suchen. So stelle sich die Frage, ob das Gebäude – es soll auch etwas breiter und länger werden als der Pavillon – wirklich zur Gänze unterkellert werden sollte. Vielleicht reiche auch die Hälfte, meint Köck. Der Bedarf werde noch „genauestens“ ermittelt.

christina jachert-maier

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