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Der Tatort in Rottach. Hier wurde ein Rottacher Ehepaar brutal gefesselt zurückgelassen.

Fall nach 11 Jahren geklärt

Polizei bestätigt Verbindung zwischen Rottacher Raub und Mord

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Wir berichteten bereits am Dienstag. Nun bestätigt auch die Polizei, dass der durch den Rottacher Raubüberfall gefasste Täter nun auch unter Mordverdacht steht.

Rottach-Egern/Hagen - Die Nachrichtenagentur berichtete bereits am Dienstag von einem Zusammenhang zwischen dem brutalen Raub in Rottach-Egern, bei dem die Täter ein Rottacher Paar geschlagen, ausgeraubt und brutal gefesselt zurückgelassen haben, und einem 11 Jahre alten Mordfall aus dem nordrhein-westfälischen Hagen. Nun bestätigt auch die Polizei: 

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd berichtet: Am Donnerstag, den 03.08.2017, konnten in Nordrhein-Westfalen mit der Festnahme eines zweiten Täters die Ermittlungen zu einem elf Jahre zurückliegenden Tötungsdelikt abgeschlossen werden.

Bei einem Raubüberfall am 09.11.2006 wurde der 55 Jahre alte Geschäftsmann Wolfgang Schepp in seinem Wohnhaus in Hagen durch zwei Schüsse getötet und seine 52-jährige Lebensgefährtin schwer verletzt. Zunächst unbekannte Täter erbeuteten Bargeld und Schmuck. Im Zuge der Ermittlungen arbeitete die Mordkommission "Bergruthe" im Verlaufe der Jahre 262 Spurenakten mit über 1700 Einzelspuren ab, vernahm zahlreiche Zeugen und veranlasste kriminaltechnische Untersuchungen. Zwei bei dem Raub erbeutete hochwertige Uhren tauchten 2009 und 2011 in den Niederlanden auf, führten allerdings immer noch nicht zum Erfolg.

Im Zusammenhang mit einem versuchten Raubmord in Rottach-Egern, wurden 2014 zwei Verdächtige nach Ermittlungen der EG „Villa“ durch die Kriminalpolizei Miesbach festgenommen und vor Gericht zu hohen Haftstrafen verurteilt. Einer von ihnen, ein mittlerweile 50-jähriger Mann aus Lünen, konnte aufgrund verbesserter Auswertung von DNA-Spuren auch mit dem Tatort in Hagen in Verbindung gebracht werden.

Der zweite DNA-Treffer führte zu einem inzwischen 45 Jahre alten Bosnier, der sich in seine Heimat abgesetzt hatte. Als dieser am 03.08.2017 mit dem Flugzeug nach Deutschland einreiste, nahmen ihn SEK-Beamte am Dortmunder Flughafen fest. Beiden wurden mittlerweile Haftbefehle im Zusammenfall mit dem Tötungsdelikt aus 2006 verkündet.

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