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Der 42-jährige Angeklagte (r.) soll psychisch stabil sein.

Angeklagter hat Untersuchung verweigert

Raubüberfall: Psychiatrischer Gutachter sagt aus 

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Rottach-Egern - Der Prozess um den Raubüberfall auf ein älteres Ehepaar in Rottach-Egern ist am Montag mit einem kurzen Termin fortgesetzt worden. Diesmal ging es um die Psyche eines der Angeklagten.

Wieder auf der Anklagebank saß der 56-jährige Initiator der Straftat, der am Montag vergangener Woche an der Galle operiert werden musste. Er klagte allerdings noch über Unwohlsein. Doch nach einer halben Stunde war der Sitzungstag ohnehin wieder vorbei. 

Psychiater Bela Serley trug sein Gutachten über einen der beiden Räuber (42) vor. Der Mann hatte sich vor dem Prozess nicht von dem Mediziner untersuchen lassen. Serley musste deshalb seine Studie auf das Verhalten des Mannes im Prozess stützen. Daraus zog er den Schluss, dass es keinerlei Auffälligkeiten gibt, dass keine psychischen Erkrankungen vorlägen. Nach eigenen Angaben war der 42-Jährige einmal in psychischer Behandlung gewesen. Allerdings eher im Sinne der Ausnüchterung. „Ich hatte zu viel Bier und Kokain“, ließ der Angeklagte an einem der vorausgegangenen Sitzungstage anlässlich seiner Lebenslauf-Schilderung verlauten. 

Wenige Worte langten dem Sachverständigen, um den Angeklagten als „lebenstüchtigen Mann zu beschreiben, der sich eigentlich gut durchs Leben geschlagen" hätte. Dessen Unterbringung in der Psychiatrie kam für ihn nicht in Frage.

Zusammen mit seinem Bruder (49) hatte der 42-Jährige im Januar 2014 ein älteres Ehepaar (73 und 76 Jahre) in deren Haus in Rottach-Egern überfallen. Die Opfer überlebten nur dank eines aufmerksamen Nachbarns. Der Prozess soll Ende Januar fortgesetzt werden.

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