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Richtlinien für Sozialfonds der Gemeinde Rottach-Egern fixiert

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Von: Christina Jachert-Maier

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Rottach-Egern, erbschaftssteuer
Die Gemeinde Rottach-Egern hat Richtlinien für ihren Sozialfonds fixiert. © Thomas Plettenberg

Zur Unterstützung von Bürgern, die in Not geraten, hat die Gemeinde Rottach-Egern einen Sozialfonds. Jetzt wurden die Richtlinien für die Vergabe schriftlich fixiert.

Rottach-Egern – Um bedürftigen Bürgern in einer Notsituation unbürokratisch helfen zu können, unterhält die Gemeinde Rottach-Egern seit Langem einen Sozialfonds, den Dr.-Scheid-Fonds. Der Name erinnert an den mutigen Einsatz des Stabsarztes Dr. Karl Friedrich Scheid, der am Ende des Zweiten Weltkriegs mithalf, das Tegernseer Tal vor der Bombardierung durch die Amerikaner zu bewahren und dabei sein Leben verlor. Befüllt wird der Fonds immer wieder neu von Spendern, die Mitbürgern mit Geldsorgen unter die Arme greifen wollen. Die Richtlinien für die Vergabe hat die Gemeinde auf Betreiben des kommunalen Prüfungsverbands jetzt schriftlich fixiert. Der Gemeinderat segnete das Papier in der jüngsten Sitzung mit einem einstimmigen Beschluss ab.

Weihnachtsbeihilfe als fester Posten

In der Praxis ändere sich bei der Vergabe der Gelder aus dem Fonds nichts, machte Bürgermeister Christian Köck (CSU) deutlich. Auch bisher schon sei das gespendete Geld von der Gemeindeverwaltung „gewissenhaft, handverlesen und keineswegs inflationär“ vergeben worden. Ein regelmäßiger Posten ist die alljährliche Weihnachtsbeihilfe für Bedürftige. „Damit können sie sich oder auch ihren Angehörigen zu Weihnachten eine kleine Freude machen“, erklärte Köck.

Als Weihnachtsbeihilfe schütte die Gemeinde im Schnitt insgesamt 3000 bis 4000 Euro pro Jahr an Bürger mit wenig Geld aus, erklärte Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Der kommunale Sozialfonds sei derzeit mit etwa 40 000 Euro ausgestattet, werde dank großzügiger Spender aber immer wieder aufgefüllt. Laut Richtlinie ist der Fonds für die Unterstützung von Bürgern gedacht, die unverschuldet in Not geraten sind. Eine Zielsetzung, die der kommunale Prüfungsverband genauer definiert haben wolle, meinte Köck. Dies sei mit den Vergaberichtlinien jetzt geschehen.    

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