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Soll abgerissen werden: die Seeperle in Rottach-Egern an der Seestraße.

Riesiges Hotel-Projekt lässt auf sich warten

Rottacher Seeperle: "Investoren müssen liefern"

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Rottach-Egern - Das Projekt Seeperle in Rottach-Egern ist eine Zitterpartie für die Gemeinde. Jetzt soll es zu einem Termin mit den Planern geben.

Es ist eine nervige Zitterpartie, die die Gemeinde Rottach-Egern da mitmachen muss. Erst hieß es, im Juli liege der Bauantrag vor, dann wurde September daraus. „Jetzt haben wir Oktober, und noch immer liegt nichts vor“, sagte Bauamtsleiterin Christine Obermüller, als es am Dienstagabend im Gemeinderat wieder einmal um die Seeperle ging. Die Bauten liegen seit 20 Jahren brach, Besitzer und Pläne wechselten mehrmals. „Uns ist sehr daran gelegen, dass die Pläne ausgeführt werden und ein Hotel eröffnet wird, das an der Seestraße liegt“, fand Obermüller. 

Die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben gemacht, meinte Bürgermeister Christian Köck (CSU), „jetzt müssen die Investoren mal liefern.“ Die Altbauten an der Seestraße sollen abgerissen werden. Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann planen den Neubau eines Suitenhotels mit 99 Betten, ein Almhaus mit Restaurant, eine Tiefgarage, Läden. Ein Vertrag, der zur Durchführung der Pläne verpflichtet, wurde inzwischen bis November 2017 verlängert. 

Der Gemeinderat verabschiedete jetzt auch den geänderten Bebauungsplan. Allerdings gilt der nur, wenn die ausschließliche Hotelnutzung sowie weitere Dienstbarkeiten von den Investoren per Unterschrift zugesichert sind. „Dass dies noch nicht unterschrieben ist, irritiert mich ganz massiv“, merkte Dritte Bürgermeisterin Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG) an. „Die Gemeinde hat nichts verschlafen, jetzt liegt’s an den Besitzern“, meinte Florian Baier (CSU) zu der Verwirklichung der Pläne, die seit Jahren auf sich warten lässt.

Für Verwunderung sorgte am Ratstisch die Anmerkung des Landratsamts: Da nun ein Neubau verwirklicht werde, wäre auch eine andere Stellung der Gebäude schön gewesen, so die Behörde. Sie ließ offen, welche Position sie gerne hätte. Köck machte am Ende Hoffnung, dass es bald was werden könnte: Die Planer hätten „ein Lebenszeichen“ von sich gegeben und für kommende Woche einen Termin im Rathaus vereinbart. Köck machte zugleich deutlich: „Die ausschließliche touristische Nutzung ist festgeschrieben. Da gibt’s keinen Spielraum mehr.“ Der Bebauungsplan und der Durchführungsvertrag seien eine doppelte Absicherung. Mit der Mehrheit von 15:4 Stimmen wurde der geänderte Bebauungsplan verabschiedet.

gr

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