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Rosstag fällt erneut Pandemie zum Opfer

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Von: Alexandra Korimorth

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So war’s 2019: Unbeschwert waren Ross und Reiter damals noch in Enterrottach unterwegs.
So war’s 2019: Unbeschwert waren Ross und Reiter damals noch in Enterrottach unterwegs. © Archiv tp

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch wenn die Gemeinde Rottach-Egern ihren Rosstag im Februar noch im Haushalt berücksichtigt hatte, so musste Bürgermeister Christian Köck (CSU) die Großveranstaltung nun absagen – schweren Herzens, wie er sagte. Die Entscheidung sei das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses vor ein paar Tagen.

Rottach-Egern - „Es hilft nix. Wir können keinen ganzen Ort einzäunen und für die Durchsetzung von Hygiene- und Abstandsregelungen sorgen“, sagte der Rathauschef jetzt im Gemeinderat traurig. traurig.

Damit ist der Rosstag 2021 der zweite, der wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden muss. 2019 hatte anlässlich des 50-jährigen Bestehens letztmals ein Rosstag stattgefunden, wenn kurz vor Ende des Schauprogramms auch im Gewitterregen. Schon 2020 hatte die Absage etliche Ortsvereine und auch die Bergwacht, die die Rosstag-Einkünfte für ihre Jugendarbeit verwenden, schwer getroffen. Nun können sie auch heuer nicht mit Einnahmen rechnen.

„Es ist eine Vernunftentscheidung“, machte Köck deutlich und sagte mit Blick auf weitere Veranstaltungen, die noch in der Schwebe sind: „Als Gemeinde sollten wir eine Vorbildfunktion haben.“ Schließlich sei die Kommune sehr froh, dass sich die Inzidenzwerte besserten und jetzt wenigstens die Gastronomen wieder aufsperren dürften. „Das wollen wir nicht wieder gefährden“, stellte Köck klar.

Trotzdem hielt der Bürgermeister ein Trostpflaster bereit: „Wir können Kulturveranstaltungen in kleineren Formaten und Kurkonzerte für Gäste und Einheimische anbieten.“ Dabei werde es auch jeweils eine kleine Bewirtung geben. Die Gemeinde werde eine Adventshütte aufstellen, aus der heraus Gastronom Peter Blümer, dessen Geschäft im Seeforum vergangenes Jahr Einbußen erfahren musste, bewirten wird. Das sei nur fair. Im Großen und Ganzen freute sich das Gemeindeoberhaupt, dass wenigstens „a bisserl was möglich ist“.  

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ak

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