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Sanierung überfällig: Felitzerbrücke über die Rottach.

Felitzerbrücke

Rottach besiegelt Ende für Autobrücke - Neubau zu teuer

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Rottach-Egern – Die Felitzerbrücke über die Rottach ist eine jener Brücken, die Rottach-Egern mit dem Stadtgebiet Tegernsee verbinden. Sie ist bisher auch für Autos befahrbar. Noch.

Die marode Brücke müsse erneuert werden, dies habe das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim jetzt im Zuge der Bauarbeiten für den Hochwasserschutz an der Rottach klar gefordert, informierte der Rathauschef. 2013 hatte der Gemeinderat bereits einen Beschluss gefasst und entschieden: Die neue Felitzerbrücke soll so gebaut werden, dass auch Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen sie nutzen können. Die Stadt Tegernsee hatte unter Bürgermeister Peter Janssen aber noch beschlossen, dass sie sich mit – maximal – 50 Prozent an den Baukosten beteiligen würde, falls die Brücke nur noch für Fußgänger und Radfahrer errichtet würde. Wenn Rottach-Egern eine andere Lösung wolle, dann müsse es die Mehrkosten und die Planungskosten selbst tragen. „Die Mehrbelastung im Falle einer Autobrücke wäre erheblich“, sagte Köck und nannte 60 000 bis 80 000 Euro. „Da stellt sich schon die Frage, ob wir nicht von einer Luxusvariante Abstand nehmen.“

Felitzerbrücke - da liegt sie:

Georg Höß (FWG) hielt eine Nutzung durch Radler und Fußgänger für ausreichend. Und Thomas Forche (CSU) fand es durchaus für zumutbar, wenn Autofahrer so gezwungen würden, einen anderen Weg zu nehmen. Seine Fraktionskollegen Karl Kölbl und Josef Lang räumten allerdings ein, dass es dann wohl zu einer Zunahme des Verkehrs auf der Wotanstraße kommen werde, die eigentlich eine Anliegerstraße sei. „Da muss man schon jetzt um die parkenden Autos herumkurven“, monierte Kölbl. Bürgermeister Köck war sich sicher, dass sich die Leute an neue Wege für die Überquerung der Rottach gewöhnen werden. Auch Dritte Bürgermeisterin Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG) fand Gefallen an einer autofreien Brücke und regte schon den Bau einer Holzkonstruktion an.

So weit ist es aber noch nicht. Mit 16:4 Stimmen wurde zunächst der alte Beschluss aus dem Jahr 2013 aufgehoben. Dann wurde ebenfalls mit 16:4 entschieden, die alte Brücke durch eine reine Radler- und Fußgängerbrücke zu ersetzen. Damit bleibt es bei einer Kostenteilung mit Tegernsee.

gr

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