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Bagger im Wasser: Der Rottach-Damm an der Bundesstraße wird dieser Tage saniert.

Was passiert mit dem Holz?

Rottach-Damm: Bürgermeister dementiert Gerüchte

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Rottach-Egern – Seit die ersten Bäume gefallen sind, erhitzt der Ausbau des Rottachdamms die Gemüter. Nun waberten erneut Gerüchte durch den Ort. Die Gemeinde soll das Holz an dubiose Quellen verkauft haben.

Diesmal ging es nicht ums Abholzen an sich, sondern um den Abtransport der Stämme. So wurde laut Köck herumerzählt, die Gemeinde würde das wertvolle Holz „über dunkle Kanäle“ verkaufen, und somit Privatleuten einen Vorteil verschaffen.

Stimmt alles nicht, stellte Köck bei der Sitzung klar. „Da wird nichts gedreht.“ Alle geschlagenen Stämme würden von einem Fachmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) auf Qualität geprüft und zu Marktpreisen an Sägefirmen oder Schreinereien verkauft. Einen Teil davon nutzt die Gemeinde selbst – etwa für eine Eckbank im neuen Bauhof-Stüberl.

Köck hat auch einen Verdacht, wie die Gerüchte entstanden sind. So habe der Bauhof das Holz nicht wie früher am Birkenmoos gelagert, sondern zur Kiesgrube im Ortsteil Kühzagl abtransportiert. Dies deshalb, weil das Lager am Sportplatz von der Traglufthalle für Asylbewerber belegt ist.

Mittlerweile sind die Holzarbeiten abgeschlossen. Seit gut einer Woche wird nun an der Befestigung des Damms gearbeitet. „Aktuell werden die Uferwände in der Nähe der Bundesstraße gesichert“, erklärt Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Bis Oktober dürfte die Sanierung abgeschlossen sein. Noch heuer werde zwischen Süßbach und Ludwig-Thoma-Brücke ein erstes Teilstück des gut 50 Zentimeter hohen Hochwasserschutz-Deichs errichtet. Bis der Ausbau fertig ist, gehen laut Holderer noch ein bis zwei Jahre ins Land.

Die Gemeinde jedenfalls ist froh, zumindest einen Teil der notwendigerweise umgesägten Bäume auf ihrem Grund selbst nutzen zu können. Da sei hochwertiges Schreinerholz dabei, berichtete Köck – und versicherte gleichzeitig: „Eine goldene Nase verdienen wir uns nicht daran."

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