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Der Wintergarten am Hotel Malerwinkel in Rottach-Egern soll erneuert und zugleich vergrößert werden.  

Pläne des Hotels Malerwinkel im Ortsplanungsausschuss

Neuer Wintergarten für mehr Seeblick

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Rottach-Egern - Es sieht gut aus für Thomas Höss und seine Pläne zur Erweiterung des Wintergartens an seinem Hotel Malerwinkel. Die Gemeinde gab grünes Licht.

Das Seehotel und Restaurant Malerwinkel gehört zu den traditionsreichsten Häusern in Rottach-Egern, der direkte Blick auf den See und die Egerner Bucht ist ein unbezahlbarer Schatz. Deshalb möchte Thomas Höss, der das Haus 2004 von seinem Vater übertragen bekam, den Wintergarten auf Vordermann bringen und vergrößern – von aktuell 49 Quadratmetern auf 61,50 Quadratmetern.

Streit um Bootshütte musste geklärt werden

Im Oktober 2015 legte Höss erstmals Pläne vor, doch realisieren konnte er sie bisher nie, weil einfach zu viele Fragen ungeklärt waren. Seit dieser Zeit liegt der Bauantrag beim Landratsamt Miesbach. Und dann kam auch noch der Streit um die zum Restaurant gehörige Bootshütte dazu. Jahrelang war die Hütte ohne die entsprechende Genehmigung für kleine Gesellschaften genutzt worden. Die Stadt Tegernsee, in deren Hohheitsgebiet der See fällt, musste in aufwändiger Prozedur den Flächennutzungsplan ändern. Die Schlösser- und Seeverwaltung war gar nicht begeistert, doch sogar Heimatminister Markus Söder (CSU) machte sich für die Genehmigung stark. Dieses Thema ist inzwischen erledigt, die Hütte offiziell für den Restaurantbetrieb genehmigt.

Für die Vergrößerung des Wintergartens, der den in die Jahre gekommenen Anbau ersetzen soll, konnte Höss zunächst nicht die nötigen Parkplätze nachweisen. Jetzt hat er eine Lösung gefunden: Sechs zusätzliche Stellplätze weist er nun am nahe gelegenen Josef-Höß-Weg nach. Ausschließlich Personal solle dort parken und dann zu Fuß zum Restaurant gehen, informierte Rottachs Bauamtsleiterin Christine Obermüller jetzt den Ortsplanungsausschuss, als sich dieser wieder einmal mit den Plänen von Thomas Höss befasste.

„Jetzt ist alles stimmig“

Höss hatte zudem einen „Austauschplan“ vorgelegt, also eine leicht veränderte Version, die die Gestaltung mitsamt Anordnung und Vergrößerung einer Terrasse insgesamt gefälliger macht. Dies fand jedenfalls Bürgermeister Christian Köck (CSU): „Das Vorhaben hat optisch gewonnen“, sagte Köck. „Jetzt ist alles stimmig und geht in Ordnung.“ Bei Thomas Höss handle es sich um einen einheimischen Gastronomen, der immer gewichtiger geworden sei, daher könne man die Pläne auch unterstützen. Köck begrüßte zudem, dass Höss immer mit offenen Karten gespielt habe, was seine Pläne betrifft. Das Gremium sah das ebenso und stimmte einhellig zu.

Auch gegen einen Anbau im rückwärtigen Gebäudeteil hatte das Gremium nichts. Der Anbau, der dem Betrieb als Lagerfläche dienen soll, wirke wie eine Gebäudeverlängerung, die sich gut mit der südlichen Terrasse vertrage, so Köck. Die Pläne seien mit dem Nachbarn abgesprochen, die Hecke zwischen den beiden Anwesen diene als Schutz. Wenn nun auch das Landratsamt sein Okay gibt, dann kann Thomas Höss sein Vorhaben verwirklichen. 

gr

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