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Auf der Baustelle des Br äustüberl-Wirts Peter Hubert in Hagrain regt sich derzeit nichts. Das Landratsamt hat alle Bautätigkeiten vorläufig untersagt.

Neubau von Peter Hubert weicht gravierend von Gestaltungssatzung ab

Bräustüberl-Wirt muss Bautätigkeiten in Hagrain einstellen

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Denkzettel für Bräustüberl-Wirt Peter Hubert: Für seinen Neubau an der Hagrainer Straße in Rottach-Egern hat das Landratsamt einen sofortigen Baustopp verhängt. Grund: Der Bau hält sich nicht an die Pläne.

Rottach-Egern Der Neubau von Bräustüberl-Wirt Peter Hubert an der Hagrainer Straße in Rottach-Egern steht unter keinem guten Stern: Weil sich Hubert nicht an die örtliche Gestaltungssatzung hielt, hat das Landratsamt einen sofortigen Baustopp erlassen.

„Ich schätze Herrn Hubert sehr“, sagt Bürgermeister Christian Köck (CSU). Aber mit dem Einfamilienwohnhaus in Hagrain habe er sich völlig verstiegen. Ein Promibonus kam für ihn und den Ortsplanungsausschuss nicht in Frage: Eine von Hubert beantragte Tektur für die Pläne wurde in der jüngsten Sitzung einstimmig abgelehnt.

Schon in der Planungsphase hatte das Gebäude von Huberts Immobilien GmbH für Diskussionen gesorgt. Bereits die ersten Entwürfe für ein Einfamilienhaus mit Nebengebäude und Tiefgarage aus dem Jahr 2016 hatten der Rottacher Bausatzung widersprochen. Damals wurden die Abstandsflächen nicht eingehalten, zudem war ein nicht zulässiges Flachdach über dem Eingangsgebäude vorgesehen. Die Gemeinde lehnte die Pläne ab, Hubert besserte nach. Die neue Planung wurde im Januar 2017 schließlich genehmigt.

Doch nun weichen Entwürfe und Realität offenbar gravierend voneinander ab. So gibt es an dem Neubau unter anderem einen Quergiebel, der laut gemeindlicher Satzung nicht zulässig ist. „Da hat sich der Architekt keinerlei Gedanken gemacht“, moniert der Bürgermeister. Bei einer Nachschau wurde das Miesbacher Landratsamt auf die Abweichungen aufmerksam und untersagte Hubert vorläufig alle weiteren Bautätigkeiten. Über einen Tekturantrag, den der Wirt des Bräustüberls zur Rottacher Bauausschuss-Sitzung einreichte, versuchte er, das Gremium doch noch zu erweichen. Doch die Ausschuss-Mitglieder blieben hart.

„Die Satzung ist unsere hoheitliche Richtschnur, wenn wir bei Neubauten davon abweichen, führen wir sie ad absurdum“, erklärt der Rathaus-Chef. Auch die Tatsache, dass es sich bei dem Bauherrn um einen bekannten und geschätzten Gastronomen im Tegernseer Tal handle, habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt. „Da müssen wir alle gleich behandeln“, sagt Köck. Bedeutet: Der Quergiebel muss zurückgebaut und auch die Dachgestaltung überarbeitet werden.

Durch den Einbau des Quergiebels, so vermutet Köck, habe Hubert wohl zusätzlichen Wohnraum schaffen wollen. Das sei leider Gottes gründlich schief gelaufen.

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