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Eigentlich wollen sie ihr Geld spenden - doch da macht der Fiskus dem Frauenbund Rottach-Egern/Kreuth einen Strich durch die Rechnung.

Jetzt gibt es weniger Spenden

Satte Steuernachzahlung für Frauenbund

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Gesellig sein und Gutes tun - darum soll es beim Frauenbund Rottach-Egern/Kreuth eigentlich gehen. Doch da macht der Fiskus nicht mit. Was kommt jetzt?

Rottach-Egern – Eine böse Überraschung erlebten unlängst die Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes Rottach-Egern/Kreuth: 4700 Euro mussten sie an Steuern nachzahlen, weil sie von 2012 bis 2015 den zulässigen Umsatz in Höhe von 17 500 Euro pro Jahr überschritten hatten. Oberhalb dieser Grenze gelten auch für gemeinnützige Vereine 19 Prozent Umsatzsteuer. Für Vorsitzende Resi Quercher war das ein Schock. „Manche unserer Mitglieder bekommen die ganze Woche keinen Besuch. Die freuen sich riesig auf die gemeinsamen Aktivitäten. Dass man uns jetzt wie ein Unternehmen behandelt, stinkt uns.“

Warum gemeinnützige Vereine überhaupt besteuert werden, erklärt Steuerberaterin Erika Selmeier-Meier: „Der Staat will verhindern, dass Menschen mit wirtschaftlichen Interessen einfach gemeinnützige Vereine gründen und wegen der niedrigeren Steuerlast Unternehmen mühelos preislich unterbieten.“ Damit kein Steuerschlupfloch geschaffen werde, gelte: gleiche Steuer für alle.

An der Sinnhaftigkeit dieser Regel zweifelt Quercher nicht – aber sie findet, dass sie auf den Katholischen Frauenbund „überhaupt nicht“ zutreffe. „Unsere Handarbeitsgruppen setzen sich aus sozialen Gründen zusammen. Es freut uns, dass am Ende auch etwas für den guten Zweck dabei herauskommt. Wir haben aber keine kommerziellen Interessen.“

Resi Quercher, Vorsitzende des Frauenbunds

Als Beweis für diese Aussage verweist Quercher auf die Ausgaben des Vereins: Dort stehen Spenden mit weitem Abstand an erster Stelle. Alleine 2016 spendete der Frauenbund 13 460 Euro für den guten Zweck. „Wenn wir nur 17 500 Euro pro Jahr umsetzen dürfen, ist das nicht mehr möglich. Wir haben ja auch Ausgaben“, sagt Quercher. Unter anderem müsse man das Material bezahlen, aber auch das Weihnachts- und das Sommerfest für die freiwilligen Helfer will Quercher nicht aufgeben. „Darauf freuen sich gerade Mitglieder, die etwas einsam sind, das ganze Jahr. Das darf ihnen die Steuer nicht nehmen.“

Was bleibt, ist die Option, die gemeinsam geschaffenen Handarbeiten und Marmeladen nicht mehr zu verkaufen, sobald die Umsatzgrenze naht. Die Spenden müsse man dann entsprechend anpassen. Befriedigend ist diese Lösung nicht, findet Quercher. „Der Katholische Frauenbund hat über 200 Mitglieder jeden Alters. Wir können viel Gutes tun. Es macht doch keinen Sinn, uns einzuschränken.“

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