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Echte Fabergé-Eier oder nicht? Oligarch Usmanow spricht von „politischer Verfolgung“

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Von: Klaus Wiendl, Stephen Hank

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Nach der Razzia in seinem Haus weist Oligarch Alischer Usmanow jegliche Vorwürfe von sich und zeigt sich fassungslos.

Rottach-Egern - Um die Fabergé-Eier, die vergangene Woche bei der Razzia in der Villa des russischen Oligarchen Alischer Usmanow in Rottach-Egern gefunden wurden (wir berichteten), herrscht Verwirrung. Während die Staatsanwaltschaft München II davon ausgeht, dass es sich – vorbehaltlich einer endgültigen Überprüfung – um Originale handelt, sprach Usmanow nun von „Souvenirs im Wert von mehreren Tausend Euro, die mit künstlichen Edelsteinen in München hergestellt wurden“.

Rottach-Egern: Oligarch Usmanow spricht von „politischer Verfolgung“

Laut einer Pressemitteilung des Milliardärs seien die vier Fabergé-Eier als Geschenk für Freunde und Verwandte in Usbekistan bestimmt gewesen. „Man hat sich wohl von der Vermutung leiten lassen, dass ein Mann, der ehrlich und legal ein großes Vermögen verdient und Milliarden für wohltätige Zwecke gespendet hat, sich diese Dinge leisten kann“, lässt Usmanow mitteilen. Die laufenden Untersuchungen hätten „alle Merkmale einer politischen Verfolgung – die Verfolgung eines Kunstmäzens, nur weil er Vermögen in Russland hat“. Usmanow sei fassungslos über die Unrechtmäßigkeit der gegen ihn eingeleiteten Maßnahmen und über die Tatsache, dass die Medien leere und unbegründete Anschuldigungen so darstellten, als handele es sich um begangene und bewiesene Verbrechen.

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Usmanow könnte sogar ins Gefängnis kommen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in dem Haus in Rottach-Egern neben den Fabergé-Eiern auch Schmuck, Gemälde und eine offenbar umfangreiche Wein- und Spirituosensammlung sichergestellt. Usmanow hätte die Wertgegenstände, die jetzt geschätzt werden, gemäß der Sanktionsbestimmungen anzeigen müssen. Laut Staatsanwaltschaft bestehe der Anfangsverdacht, dass der Beschuldigte dem nicht nachgekommen sei. Nun drohen ihm eine Geldstrafe oder sogar Haft. - von Klaus Wiendl und Stephen Hank

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