+
Das jetzige Pfarrbüro in Rottach-Egern wird bald nicht mehr gebraucht. Es gehört der Pfründestiftung, die das Haus in Erbpacht vergeben will. 

Neue Bestimmung gesucht

Rottach-Egern: Was wird aus dem Pfarrhaus?

  • schließen

Im Februar geht in Rottach-Egern der Umzug des Pfarrbüros in den sanierten Alten Pfarrhof über die Bühne. Was wird dann aus dem jetzigen Pfarrbüro?

Rottach-Egern – Im neuen Rottacher Pfarrsaal hat schon einiges stattgefunden, die Gruppenräume sind mit Leben gefüllt. „Unser Pfarrheim ist voll in Betrieb“, berichtet Pfarrer Walter Waldschütz. Leer stehen noch die fürs Büro vorgesehenen Räume. Das ändert sich in den nächsten Wochen. Im Februar geht der Umzug des Pfarrbüros in den sanierten Alten Pfarrhof über die Bühne.

Feierlich eingeweiht wurde der Komplex in Egern bereits am ersten Advent. Wie berichtet, wurde nicht nur der denkmalgeschützte Altbau von Grund auf renoviert, sondern auch ein Anbau errichtet, der den lang ersehnten Pfarrsaal beherbergt. 4,4 Millionen Euro hat das Projekt verschlungen.

Planung und Bau kosteten mehr Zeit als ursprünglich gedacht, am Einweihungstermin vor Weihnachten 2019 wollten die Verantwortlichen nicht mehr rütteln. Doch ganz fertiggestellt sind die Räume im Alten Pfarrhof bis heute nicht. „Das hat sich etwas verzögert“, meint Waldschütz. Eigentlich hätte das Pfarrbüro noch vor der Einweihung ins Alte Pfarrhaus umziehen sollen.

Doch wenn nun die Elektriker ihre Arbeit beendet haben und die Telefonanlage installiert ist, kann das Pfarrbüro sich endlich im neuen Domizil einrichten. Auch die Bücherei, die seit Januar 2017 im Rathaus untergebracht ist, bekommt ihren Platz wieder im Alten Pfarrhof. Es ist eine Heimkehr: Die Bücherei musste wegen der Sanierung in ein Ersatzquartier ausweichen.

Mit dem Auszug des Pfarrbüros wird dann auch das Gebäude frei, das lange als Pfarrhaus diente. Es handelt sich um ein ehemaliges Wohnhaus, in dem sich neben den Büroräumen auch die Wohnung des Mesners befindet. Auch der packt nun seine Sachen. Waldschütz zufolge wird gerade eine Mesner-Wohnung beim Kindergarten eingerichtet. Nach seinem Auszug wird das Gebäude leer sein. Die Frage ist, was mit der Immobilie geschieht.

Das Haus könnte der Kirche viel Geld einbringen. Ein Verkauf dürfte angesichts der Premiumlage lukrativ sein. Doch daran sei nicht gedacht, versichert Waldschütz. Die Pfründestiftung als Eigentümerin werde das Anwesen in Erbpacht vergeben. Dazu erfolge im Frühjahr eine Ausschreibung. Mit den Details befasst sich die Kirchenverwaltung bei einer Sitzung Anfang Februar.

Wünschen würde sich der Monsignore ein Wohnprojekt, das Menschen in Not hilft. Es gebe auch bereits ernsthafte Interessenten, deren Konzepte grundsätzlich gut an den Standort passen würden, lässt Waldschütz wissen. Festgezurrt sei allerdings noch nichts. Doch bestehe auf jeden Fall die Absicht, einem Bieter, der ein soziales Projekt verfolge, den Vorzug zu geben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Andrea Limmer: Frisch und frech in Waakirchen
Kabarett vom Allerfeinsten bot Andrea Limmer mit ihrem Programm „Das Schweigen der Limmer“ in der Waakirchner Schulaula.
Andrea Limmer: Frisch und frech in Waakirchen
Sechs Bürgermeisterkandidaten in Waakirchen: Das Rennen um den heißen Stuhl
Eine Frau und fünf Männer bewerben sich ums Bürgermeisteramt, drei alte Hasen und drei Neulinge. Wofür sie stehen, erklärten sie bei einer sonntäglichen …
Sechs Bürgermeisterkandidaten in Waakirchen: Das Rennen um den heißen Stuhl
Achtung BOB-Pendler: Fahrplan ändert sich wegen Baustelle
BOB-Fahrer aufgepasst. Ab Dienstag ändert sich der Fahrbplan bis einschließlich Sonntag (15. März). 
Achtung BOB-Pendler: Fahrplan ändert sich wegen Baustelle
Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen Tegernseer Arztwitwe
Nachdem ein 60-jähriger Arzt aus Tegernsee tot in seinem Bett aufgefunden worden war, wurde seine Ehefrau des Mordes an ihm verdächtigt. Nun hat die Staatsanwaltschaft …
Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen Tegernseer Arztwitwe

Kommentare