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Nächster Hotel-Coup am Tegernsee: Zech-Gruppe übernimmt Seeperle-Projekt

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Von: Gerti Reichl

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So soll das Severin‘s Resort & Spa an der Seestraße aussehen.

Lech, Sylt und demnächst der Tegernsee: Die Zech Group GmbH aus Bremen hat sich die Rottacher Seeperle geangelt und wird dort ein Resort & Spa ihrer Severin’s-Kette bauen und eröffnen.

Rottach-Egern – Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann, die Chefs der Projektgesellschaft Seestraße 19-21, hatten den Sitzungssaal im Rottacher Rathaus gewählt, um ihren Coup in würdigem Rahmen zu verkünden: Kurt Zech (62) aus Bremen, einer der größten Immobilienprojektentwickler Deutschlands, dessen Familie laut Internet zu den reichsten des Landes zählt, hat mit seinem Unternehmen das Projekt Seeperle an der Seestraße übernommen. 

Am 30. Dezember, so Leidecker, sei das Geschäft über die Bühne gegangen. 2018 sei man auf Vermittlung des Düsseldorfer Unternehmers Burkhard Leinen ins Gespräch gekommen. Zwei andere Bewerber hätte es gegeben, „aber wir haben uns für Kurt Zech und seine Severin’s Hotels entschieden, weil dieses Projekt eine Nische am Tegernsee füllen wird“, so Leidecker, der ein „Leuchtturm-Projekt“ ankündigte, das weit übers Tal hinaus strahlen werde. Das Publikum der auch auf Sylt und in Lech vertretenen Hotels passe zum Tegernsee. Es sei ein Partner gefunden, ergänzte Ernst Tengelmann, „von dem wir ausgehen, dass er was Schönes bauen könne.“

Hotel Rottach-Egern Seestraße Severin‘s
Bei der Präsentation: (v.r.) Ernst Tengelmann, Rainer Leidecker, Kurt Zech, Christian Köck, Burkhart Leinen. © Thomas Plettenberg

Kurt Zech gestand, dass er schon etliche Herbsturlaube mit seiner Familie am Tegernsee verbracht und sich beim Anblick auf die lange brach liegende Immobilie gefragt habe, warum man diese so liegen lassen könne. Nun habe er sich bewusst für Rottach-Egern entschieden, weil der Ort und das Projekt zur Philosophie seines Unternehmens passen und das Resort eine Bereicherung für die Hotel-Szene am Tegernsee darstellen werde.

In zwei Jahren, so das Ziel, soll das Hotel eröffnen. Im Frühjahr schon könnte Baubeginn sein, denn das Projekt liegt fertig entwickelt vor, und auch die Baugenehmigung durch das Landratsamt hat Gültigkeit. Ebenso der Bebauungsplan. Kleine Änderungen sind offenbar nur im Inneren des Hotels nötig, hieß es am Donnerstag.

Hotel-Projekt mit 61 Zimmern und Suiten

Vorgesehen für das Resort sind insgesamt 61 Zimmer und Suiten mit einer Größe zwischen 30 und 70 Quadratmetern, die in Anlehnung an den für die Region typischen alpinen Stil mit natürlichen, hochwertig verarbeiteten Materialien ausgestattet und modern gestaltet werden. Das Herzstück des Hotels soll ein Restaurant mit gehobener Kulinarik sein sowie eine Bar, beide mit großzügigem Außenbereich und Blick auf den See. Drei Veranstaltungsräume gehören ebenso zum Resort wie ein 1500 Quadratmeter großer Wellnessbereich mit verschiedenen Behandlungsräumen, Saunen und einem großzügigen Pool. Direkt an der Seestraße sind mehrere Ladengeschäfte geplant.

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Bürgermeister Christian Köck zeigte sich erfreut, dass die Präsentation des Investors und Betreibers nur erfolgt sei.  Da eine Investition in dieser Größenordnung nicht tagtäglich vorkomme, habe sie behutsam entwickelt werden müssen. Köck spielte damit auf die Tatsache an, dass allein seit dem Abriss der früheren Seeperle mehr als zwei Jahre vergangen waren.

 „Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich bin zuversichtlich, dass nun in dieser Konstellation ein schönes Hotel an unserer bereits qualitativ sehr hochwertig entwickelten Seestraße entsteht, das eine Verbesserung für den Ort darstellt.“ Er sei sicher, dass das Projekt auch bei der Bevölkerung großen Anklang finden werde. Das Investitionsvolumen, so Kurt Zech, werde zwischen 40 und 50 Millionen Euro liegen. Auch interessant: Leidecker‘s Almdorf-Projekt

Indessen hat das wohl beliebteste Ausflugsziel am Tegernsee große Probleme: Der Berggasthof Neureuth schließt auf unbestimmte Zeit.

gr

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