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Die Ludwig-Thoma-Bühne, hier bei einer Premiere 2014 im Seeforum, plagen seit längerem finanzielle Sorgen.

Wieder Zuschuss für Ludwig-Thoma-Bühne

Theaterspieler sollen Programm überdenken

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Rottach-Egern - Die Rottacher Ludwig-Thoma-Bühne plagen seit geraumer Zeit finanzielle Sorgen. Die Gemeinde gewährt der Traditionsbühne erneut einen Zuschuss - stellt aber auch Forderungen.

Die Ludwig-Thoma-Bühne in Rottach-Egern hat eine lange Tradition und blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. In der jüngeren Vergangenheit plagen die Künstler allerdings vor allem finanzielle Probleme.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Gemeinde dem Theater einen einmaligen Zuschuss von 7000 Euro bewilligt. Jetzt gibt’s wieder 4000 Euro, aber nicht mehr – wie früher – als jährliche Dauerzahlung, sondern unter Vorbehalt. Das hat der Rottacher Wirtschaftsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung entschieden.

Rottachs Bürgermeister Christian Köck (CSU) erklärte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Kompromiss, den er mit Theaterleiter Michael Janiczek ausgehandelt hat: Zwar könne sich das Theater gerne die eine oder andere Vorstellung sparen, wenn der Vorverkauf besonders schlecht läuft, dafür müsse Janiczek aber flexibler auf die Bedürfnisse der Gäste reagieren. Köck schwebt etwa ein Schlechtwetterprogramm vor: Wenn’s mal regnet, wird spontan gespielt.

Außerdem solle die Bühne mindestens zwei neue Stücke einstudieren, und nicht nur große Werke, sondern gerne auch mal einen Einakter, den man gut bei einer größeren Veranstaltung als Zwischenattraktion zeigen könnte. Köck: „Ein bisserl Theater, ein bisserl Musik, das könnte gut funktionieren.“

Janiczek sei immer noch mit viel Herzblut und Idealismus dabei. Auch seinen Antrag auf Zuschuss lege er immer vorbildlich ausgefüllt vor. „Da gibt’s leider ganz andere.“ Ob das neue Angebot ankommt, stellt sich im Laufe des Jahres heraus. Danach will die Gemeinde entscheiden, ob ihnen das Traditionstheater einen weiterer Zuschuss wert ist.

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