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Neben der Rottacher Mittelschule wird gerade die neue Grundschule gebaut. 

Eltern und Schüler in Panik

14-Jähriger droht per Instagram mit Attentat auf Rottacher Schule

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Es war ein Post auf Instagram, der Panik auslöste. Ein 14-Jähriger drohte mit einem Attentat auf die Rottacher Schule. Die Nachricht verbreitete sich via WhatsApp rasend schnell.

Rottach-Egern – „Es hat nie eine echte Gefahr bestanden“, versichert Birger Nemitz, Sprecher des Miesbacher Landratsamts. „Und jetzt besteht erst recht keine mehr.“ Nemitz ist sehr daran gelegen, für Beruhigung zu sorgen. Er spricht in diesem Fall auch für die Rottacher Grund- und Mittelschule. Rektor Ulrich Throner äußert sich nicht zu dem Geschehen, das zu Wochenbeginn die Schulfamilie schwer erschüttert hat. Es gilt, wieder Ruhe einkehren zu lassen.

Rottach: Schüler (14) kündigt Attentat auf Instagram an

Es war die Angst vor einem Alptraum, der die Runde machte. Angestoßen von einem Post auf Instragram, der wie ein Lauffeuer durch die sozialen Netzwerke ging und WhatsApp-Gruppen heiß laufen ließ. Ein 14-Jähriger hatte mit einem Attentat auf die Schule gedroht, und viele fürchteten das Schlimmste. Besorgte Eltern alarmierten das Staatliche Schulamt. Einige von ihnen ließen ihre Kinder aus Angst vor einem Amoklauf zuhause.

Rottach: WhatsApp-Gruppen befeuern Attentatsdrohung an Schule

Behörden und Polizei handelten schnell. „Wir haben alle Pläne aktiviert, die in so einem Fall zu aktivieren sind“, erklärt Nemitz. Schließlich nehme man eine Warnung dieser Art nie auf die leichte Schulter. Vorbereitete Ablaufpläne würden überprüft. Aber es habe sich schnell gezeigt, dass in Wahrheit kein Attentat geplant war. Er warne davor, die ganze Sache zu übertreiben, meint Nemitz. Dass ein Schüler damit drohe, eine Waffe in die Hand zu nehmen, habe es im Übrigen schon immer gegeben, erinnert er. „Aber durch die sozialen Medien heute kocht das so richtig hoch.“

Attentatsdrohung an Rottacher Schule: Konsequenzen für 14-Jährigen?

Die Frage ist jetzt, welche Konsequenzen die Attentatsdrohung für den 14-Jährigen hat. Aber es geht nicht nur um ihn. Auch die Rolle Dritter werde derzeit geprüft, erklärt Nemitz. Zu klären sei, inwiefern durch spätere Posts in Sozialen Netzwerken versucht wurde, das Thema durch gefälschte Meldungen künstlich zu befeuern.

Bei der Aufklärung arbeiten das Staatliche Schulamt, die Schulleitung und die Polizei eng zusammen. Informationen an die Öffentlichkeit gibt dabei nur das Landratsamt heraus. „Darauf haben wir uns geeinigt und daran halte ich mich“, macht Rektor Throner klar.

Offen ist derzeit noch, ob der 14-Jährige für seinen Instagram-Post strafrechtlich belangt wird. Möglicherweise, so Nemitz, könne die Schulfamilie die Konsequenzen für den Jugendlichen auch in eigener Regie regeln.

Lesen Sie auch: Vor kurzem kam es am Gymnasium Tegernsee zu einer Razzia der Polizei. Es soll um verbotenes Bildmaterial gegangen sein. Die Schüler des Gymnasiums Tegernsee schrieben später einen öffentlichen Brief, um sich von den Vorkommnissen zu distanzieren.

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