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Der alte Pfarrhof in Rottach-Egern soll saniert und erweitert werden. Deshalb muss auch die Bücherei erstmal weichen. 

Wegen Umbau des alten Pfarrhofs

Gemeindebücherei braucht neue Heimat

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Rottach-Egern – Am Freitag hatte die Gemeindebücherei im alten Pfarrhof von Rottach-Egern zum vorerst letzten Mal geöffnet – wann und wo sie wieder aufmacht, ist noch unklar. Eine Lösung ist aber in Sicht.

Bekanntlich wird der denkmalgeschützte Pfarrhof ab kommendem Frühjahr im großen Stil saniert und umgebaut. Spätestens dann muss das Bücherei-Team endgültig ausziehen. Die Mitarbeiterinnen hoffen, dass sich eine gute – und geräumige – Lösung für die Zukunft findet.

Schließen, so viel machen alle Beteiligten klar, wolle man die gut eingeführte Bücherei keinesfalls. In Rottach-Egern teilen sich Kirche und weltliche Gemeinde die Zuständigkeit für die Einrichtung: Betrieben wird die Bücherei vom Rathaus, die Pfarrei stellt die Räume. „Und daran wird auch nicht gerüttelt“, versichert Kirchenpfleger Kajetan Liedschreiber.

Ob die Bücherei nach dem Umbau allerdings wieder in den Pfarrhof einzieht, ist derzeit offen. Die dann zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten würden wohl kleiner ausfallen – eine Tatsache, die nicht so sehr gefällt. Deshalb seien derzeit auch andere Räumlichkeiten im Gespräch, teilt Vize-Bürgermeister Josef Lang mit, der jetzt für mehrere Wochen den erkrankten Rathaus-Chef Christian Köck vertreten hat. Allerdings, so betont Lang, müsste diese Option erst noch geprüft werden. „In trockenen Tüchern ist das noch nicht“, sagt er. Schon in Kürze seien weitere Gespräche mit allen Beteiligten geplant. Fest steht: Die Bücherei soll auch künftig bei der Kirche, Schule und Pfarrei angesiedelt sein.

Unterdessen wirft im alten Pfarrhof der anstehende Umbau seine Schatten voraus. Je nachdem, wie der Winter verlaufe, werde man möglicherweise schon Ende März mit den Bauarbeiten beginnen, meint Liedschreiber. Während die rund 11.000 Medien der Bücherei noch zur Gänze im Pfarrhof untergebracht sind, habe die Pfarrei selbst bereits mit dem Packen ihrer sieben Sachen begonnen, wie der Kirchenpfleger sagt. Auch seien einige nachträglich eingebaute und somit nicht schützenswerte Bauteile bereits entfernt worden. Alles, was historisch ist, so versichert Liedschreiber, werde dagegen später wieder im neuen, alten Pfarrhof verbaut.

Schon wegen des Denkmalschutzes wird die Sanierung eine umfangreiche Angelegenheit werden. Von bis zu drei Jahren Bauzeit war schon einmal die Rede. Doch Liedschreiber ist optimistisch: Er rechnet mit einer Fertigstellung des 3,5 Millioen Euro teuren Umbaus im November 2018. Dann soll den Rottachern auch ein neuer großer Pfarrsaal zur Verfügung stehen.

gab

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