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Die Seeperle ist trotz ihres Namens kein Schmuckstück. Am kommenden Montag beginnt der Abriss. 

Pause über Weihnachten und Silvester

Rottacher Seeperle: Das Abrisskommando rollt an

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Am 20. November, beginnt der Abriss der Seeperle. Für die Prachtmeile bedeutet das Beeinträchtigungen. Aber nicht an Weihnachten und Silvester: Da legt das Abrisskommando eine Pause ein.

Rottach-Egern – Die frohe Botschaft verkündete Rottachs Vize-Bürgermeister Josef Lang (CSU) in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates: Der Termin für den Abbruch der Seeperle ist gesetzt. Am 20. November beginnen die ersten Arbeiten.

Damit erfüllen Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann mit ihrer Projektgesellschaft 19-21 den mit der Gemeinde geschlossenen Durchführungsvertrag. Wie berichtet, hatte die Kommune ihn auf Bitten der Investoren ohnehin um ein Jahr verlängert. Eigentlich hätten die Arbeiten schon im November 2016 starten sollen. Der Vertrag ist an den vorhabenbezogenen Bebauungsplan gekoppelt, der längst genehmigt ist. Demnach entstehen an Stelle der Seeperle ein Suitenhotel mit 102 Zimmern im Bereich vier bis fünf Sterne sowie fünf Läden und seeseitig ein Schwimmbad. Auch eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen gehört zum Komplex.

Mit der Seeperle, mittlerweile 26 Jahre alt, verschwindet ein Altbau, der zum Schandfleck zu werden drohte. Denn genutzt wurden die beiden mächtigen Gebäude stets nur teilweise. Wechselnde Eigentümer suchten eine Bestimmung, immer vergeblich. Mit Blick auf den Gmunder Maximilian und den Tegernseer Guggemos fürchteten viele Rottacher, dass eine Bauruine in Bestlage entsteht. Eben darum liegt der Abriss der Gemeinde sehr am Herzen. „Uns ist es wichtig, dass es jetzt losgeht und das Grundstück in einen ansehnlichen Zustand versetzt wird“, meint Gemeinde-Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Der Abriss wird sich je nach Witterung wohl bis Ende Februar hinziehen. Angesichts der Baumasse, die abzutransportieren ist, bedeuten die Arbeiten eine erhebliche Belastung der Seestraße- Aber nicht zur Weihnachtszeit: Mit Rücksicht auf den Tourismus werden die Arbeiten während der Weihnachtstage und über Silvester eingestellt. „Das war der Wunsch der Gemeinde, und daran halten wir uns auch“, erklärt Rainer Leidecker.

Offen ist, ob im Anschluss an den Abriss gleich der Neubau beginnt: Die Suche nach einem Betreiber für den geplanten Komplex dauert an. Laut Leidecker laufen Gespräche mit „verschiedenen Adressen“.

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