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Gefiederte Bewohner: Auch diese Raben wurden seit dem Frühjahr im Tierheim aufgepäppelt. Mittlerweile sind sie wieder ausgewildert.

Im Rottacher Tierheim gibt‘s zum Ferienstart viel Arbeit

Ausgebucht! Keine Kapazitäten mehr in Tierpension

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Die Sommerferien nahen - und im Tierheim in Rottach-Egern gibt‘s jede Menge zu tun. Neben den Pensionstieren, die das Team beherbergt, bereiten eher ungewöhnliche Gäste der Mannschaft derzeit viel Arbeit.

Rottach-Egern – Nur noch wenige Tage, dann beginnen die Sommerferien. Für alle Tierbesitzer, die dann in den Urlaub starten, stellt sich die Frage: wohin mit dem Schützling? Eine Möglichkeit, Hunde und Katzen für diese Zeit in Pension zu geben, bietet das Tierheim in Rottach-Egern. Allerdings, so berichtet Leiter Markus Glanz, sei man den ganzen August über schon ausgebucht.

Allein zehn Pensionskatzen beherbergt das Tierheim – das einzige seiner Art im Landkreis Miesbach – ab Beginn der Sommerferien. Platz hat es außerdem für insgesamt acht Hunde, vier Boxen sind allerdings mit Vermittlungshunden belegt. Bleiben also nur noch vier Plätze für vierbeinige Urlaubsgäste. Und die seien bereits vergeben. „Erst ab September geht wieder was“, sagt Glanz. Gleichzeitig betont er: Die Tierpension betreibe das Heim nur nebenbei, „Fundtiere haben bei der Unterbringung natürlich Priorität“.

Und davon gibt es im Tierheim derzeit jede Menge. Und zwar nicht nur Hunde und Katzen, wie man vielleicht meinen mag. „Wir haben heuer ein besonders ausgeprägtes Vogeljahr“, erzählt Glanz, der das Tierheim seit 2011 leitet. Will heißen: Das Tierheim-Team zieht jede Menge gefundene und abgegebene Jungvögel groß, um sie anschließend wieder auszuwildern. „Das ist mit sehr viel Aufwand verbunden, die Vögel müssen zum Teil bis zu 40 Mal am Tag gefüttert werden“, erzählt der Fachmann.

Nicht ganz einfach ist es oftmals auch, für die im Tierheim wartenden Hunde ein neues Zuhause zu finden. „Manche sind so gut wie nicht vermittelbar“, schildert Glanz. Hunde, die krank seien, oder die Verhaltensprobleme haben zum Beispiel.

Auch bei den Katzen gibt’s Problemfälle. So leben derzeit im Rottacher Tierheim fünf halbwilde Katzen, die bei einer Kastrationsaktion des Tierschutzvereins Tegernseer Tal aus einem Haus in Tegernsee geholt wurden. Die Katzen dort wieder anzusiedeln, sei von der Stadt nicht gewünscht gewesen, da der Bestand in diesem Bereich ohnehin schon sehr groß sei, erklärt Vorsitzende Johanna Ecker-Schotte.

So lebt die Katzen-Truppe nun schon beinahe ein Jahr lang im Katzenhaus im Tierheim. „Wir würden sie ja behalten, aber die gehören einfach raus“, macht Ecker-Schotte deutlich. Ein Bauern- oder Reiterhof wäre das ideale Zuhause für die halbwilden Katzen. „Wir könnten die Gruppe auch teilen“, sagt die Vorsitzende.

gab

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