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Die ersten Arbeiten für die Sanierung des alten Egerner Pfarrhofs haben begonnen. Aktuell werden Leitungen verlegt, danach erfolgt der Abriss des kleinen Garagen-Anbaus.

Weihnachten 2018 soll Einweihung sein

Sanierung des alten Egerner Pfarrhofs hat begonnen

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Der alte Pfarrhof Egern steht schon seit Monaten leer. Jetzt hat die Sanierung begonnen. Aktuell werden Leitungen für die Heizung verlegt, danach können die Arbeiten für den neuen Pfarrsaal beginnen. 

Rottach-Egern – „Es geht alles nach Plan“, stellt Pfarrer Walter Waldschütz fest. Allerdings hatte sich das Zeitfenster schon im Vorfeld verschoben. Wie berichtet, hoffte die Pfarrei zunächst auf einen Baubeginn im Frühjahr. Doch Planung und Genehmigungsverfahren zogen sich länger hin als erwartet, weshalb der Baubeginn auf Ende Oktober verschoben wurde.

Die im Herbst 2016 begonnene Entrümpelung des denkmalgeschützten Hauses erwies sich somit als verfrüht. Der Pfarrhof steht seit Ende Juni leer. Die Bücherei hatte schon zuvor ein neues Quartier im gemeindlichen Lesesaal gefunden. Auch die Gruppen, die ihres Treffs im Pfarrhof hatten, sind anderweitig untergekommen. „Wir kommen gut zurecht“, erklärt Waldschütz.

Sichtbares passiert im Moment im Bereich vor dem alten Pfarrhof. Weil alte Leitungen just dort im Boden liegen, wo künftig der neue Pfarrsaal steht, sind einige Grabungsarbeiten nötig. Es gilt, ein Leitungsnetz für die neue Pelletsheizung zu schaffen, die künftig nicht nur im Pfarrhof und im Pfarrsaal, sondern auch in der Kirche und in der Friedhofskapelle für Wärme sorgt.

In etwa zwei bis drei Wochen, schätzt Kirchenpfleger Kajetan Liedschreiber, erfolgt der Abriss des kleinen Garagenanbaus. Er macht dem Pfarrsaal Platz, der neben dem historischen Bau entsteht. Hier sind künftig Veranstaltung für bis zu 100 Besucher möglich. Der Saal bekommt auch einen Keller. Hier wird die Heizungsanlage untergebracht.

Der alte Pfarrhof selbst erhält in den nächsten Monaten eine aufwendige Rundumsanierung. Die historischen Holzböden hat eine Fachfirma bereits ausgebaut. Sie werden zwischengelagert, entwurmt und nach einer Schönheitskur wieder eingebaut. Der markante Bau wird künftig neben diversen Gruppenräumen und dem Archiv das Pfarrbüro beherbergen. Es ist derzeit im neuen Pfarrhof untergebracht, einem ehemaligen Wohnhaus. „Den neuen Pfarrhof brauchen wir dann nicht mehr“, erklärt Waldschütz. Das Gebäude aus den 60er-Jahren fällt an die Pfründestiftung der Kirche, die auch über die künftige Nutzung entscheidet.

Rund 3,5 Millionen Euro kostet es, den alten Pfarrhof zum Schmuckstück aufzupolieren und ihm einen Saal hinzuzugesellen, der neue Möglichkeiten eröffnet. Den Löwenanteil zahlt das Ordinariat, 150 000 Euro übernimmt die Pfarrei aus eigener Tasche. Die Gemeinde Rottach-Egern steuert 200 000 Euro fürs neue Herzstück der Pfarrei bei. Dessen Eröffnung will Pfarrer Waldschütz gebührend feiern. Der Termin steht schon: Weihnachten 2018.

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