Diesen Tag wird er nie vergessen

Schlimmer Fehler: Rottacher landet mit riesiger Narbe vor Gericht

Den 6. Januar 2017 wird ein 20-jähriger Rottacher wohl nie vergessen. Seit diesem Tag ziert die Narbe einer Schnittwunde seinen Kopf, die ihm für immer bleiben wird.

Rottach-Egern – Er stieg an besagtem Tag gegen 1 Uhr bei glatter und schneebedeckter Fahrbahn alkoholisiert in seinen Opel und fuhr los. Auf dem Beifahrersitz nahm seine Freundin Platz. Mit überhöhter Geschwindigkeit kam der Rottacher in seinem Heimatort von der Fahrbahn ab, geriet auf die Gegenspur, prallte gegen einen Zaun und kam letztlich an einem Baum zum Stehen. Seine Freundin blieb unverletzt, er hingegen trug ein Schädelhirntrauma sowie eine Platzwunde davon. Der Fall wurde jetzt vor dem Miesbacher Amtsgericht verhandelt.

„Ich sehe alles ein, das war meine Schuld“, gestand der junge Mann. Nach dem Unfall beschlich den jungen Rottacher die Reue, er alarmierte selbst die Polizei. Hätte er sich heimlich vom Acker gemacht, wäre das Ganze vielleicht nicht ans Licht gekommen. Die Beamten stellten einen Blutalkoholwert von 0,85 Promille fest.

Der Sachschaden am Zaun des Trachtenvereins Wallberger belief sich auf 400 Euro. Das machte der 20-Jährige aber wieder gut. „Ich habe ihnen 200 Euro gezahlt und eine Brotzeit sowie Bier ausgegeben“, erklärte der Beschuldigte in der Hauptverhandlung.

„Das war vor allem aufgrund der Witterung sehr fahrlässig“, befand die Staatsanwaltschaft zu der alkoholisierten Autofahrt. „Ich hoffe, dass es eine einzelne Dummheit war.“ Vorbestraft ist der Rottacher nicht. Ein Verkehrskurs sowie 16 Sozialstunden und ein Führerscheinentzug von acht Monaten erschienen der Staatsanwaltschaft angemessen.

Verteidigerin Karin Ganser bat um Milde: „Er hat nicht versucht, es zu vertuschen, und hat den Schaden wiedergutgemacht.“ Amtsgerichtsdirektor Klaus-Jürgen Schmid verhängte einen Verkehrswachtkurs plus sechs Monate Führerscheinentzug gegen den Rottacher. Schmid riet ihm, „dass Sie es doch bitte bei einem Bier belassen, wenn Sie noch Auto fahren wollen“. 

Philip Hamm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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