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Der Trauerschwan ist kleiner als der Höckerschwan. Zwischen seinen schwarzen Federn sieht man bei genauem Hinsehen die weißen Schwungfedern hervorspitzen. Foto: Peter Lex

Eigentlich leben die in Australien

Schwarzer Schwan im Tegernsee entdeckt - Experte: Wohl aus Zoo

Rottach-Egern – Ein Australier ist am Tegernsee gelandet, und das ausgerechnet in Zeiten der Vogelgrippe: In der Egerner Bucht dümpelte am Donnerstag ein Schwarzer Schwan im seichten Wasser.

Ein äußerst seltener Gast, wie Gerhard Kinshofer, Kreisvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz, bestätigt. „Wir hatten hier schon mal einen Schwarzen Schwan, aber das dürfte etwa zehn Jahre her sein.“ Woher das auch Trauerschwan genannte Federtier stammt, da ist sich der Vogelexperte ziemlich sicher: „Das muss ein Zooflüchtling sein, vielleicht aus Hellabrunn in München.“

Obwohl der Schwarze Schwan eigentlich aus einem ganz anderen Klima kommt – er lebt in Australien und Tasmanien, in Neuseeland wurde er eingebürgert –, brauche man sich keine Sorgen machen, dass er mit den winterlichen Temperaturen im Oberland nicht zurechtkomme, erklärt Kinshofer. „Er frisst das Gleiche wie unsere Höckerschwäne, zum Beispiel Wasserpflanzen und Algen, und davon findet er auch noch genug.“ Auf keinen Fall sollten Spaziergänger den Schwan füttern. Er würde dann nicht mehr weiterziehen, wenn es noch kälter wird, und dann könnte es tatsächlich passieren, dass das Tier im See festfriert. Kinshofer schließt nicht einmal aus, dass der Schwan wieder dorthin zurückfliegt, von wo er gekommen ist – wo auch immer das sein mag. 

cmh

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