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Streitpunkt: Die Anwohner sorgten sich beim Anbau der Seniorenresidenz unter anderem um die Sicht und die Vermietbarkeit von Ferienwohnung.

Gemeinderat Rottach-Egern segnet Entwurf ab

Seniorenresidenz Wallberg: Die Erweiterung rückt näher

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Im April liefen die Anwohner gegen die Erweiterung der Seniorenresidenz Wallberg Sturm. Der Gemeinderat verweigerte seine Zustimmung. Jetzt wurde nachgebessert.

Rottach-Egern – Dieses Mal war der Marathon kürzer. Zwar musste Rottach-Egerns Bürgermeister Christian Köck im Gemeinderat wieder die Einwände und Stellungnahmen zur Änderung des Bebauungsplans Seniorenresidenz Wallberg vorlesen. Dafür hatten er und Bauamtsleiterin Christine Obermüller in der Sitzung im April noch eine ganze Stunde gebraucht. Dieses Mal hatte die Verwaltung ein Einsehen mit den Rathaus-Chef und die wichtigsten Punkte auf sechs A4-Seiten zusammengefasst. Das schaffte er in 15 Minuten.

Seniorenresidenz Wallberg: Sechs Seiten Einwände

Köcks doppelter Marathon zeigt: Die geplante Erweiterung der Seniorenresidenz von 103 auf 163 Plätze sorgt für Zündstoff. Weil gleichzeitig auch mehr Einzelzimmer entstehen sollen, braucht die Residenz viel Platz. Sie beantragte unter anderem, einen viergeschossigen Westtrakt bauen zu dürfen.

Der Gemeinderat stand dem im April noch gespalten gegenüber. Die Erweiterung sei ein wichtiges Projekt für das Tegernseer Tal, fand Köck. Wegen des demografischen Wandels, aber auch, weil die 60 zusätzlichen Betten für die Wirtschaftlichkeit der Residenz wichtig seien. Der Gemeinderat müsse auch bedenken, dass in der Einrichtung seit vielen Jahren die Spielgruppe der untergebracht sei, die Alt und Jung zusammenbringe.

Dennoch mussten die Einwände der Anwohner geklärt werden. Diese befürchteten unter anderem, dass ihnen der neue Trakt die Sicht verbaue und sie Ferienwohnungen nicht mehr vermieten könnten. Auch der Landschaftsschutz sowie Ungereimtheiten bei Straßenbreite, Abstandsflächen und Gebäudehöhe gaben Anlass zur Sorge.

Seniorenresidenz Wallberg: Es wurde nachgebessert

Seitdem ist einiges passiert. Der Antragsteller hat seinen Plan nachgebessert und bei einer Sondersitzung mit dem Gemeinderat die wunden Punkte besprochen. Dadurch konnten die Bedenken größtenteils ausgeräumt werden. Die talseitige Traufhöhe des Westtrakts wurde auf 11,80 Meter begrenzt, Lichtschutz für nachtaktive Insekten eingeplant und die Einhaltung der Abstandsflächen sichergestellt. Die Weißachaustraße wird ausgebaut, außerdem wurden Gutachten zu Lärmschutz und Verkehrsbelastung eingeholt. Ergebnis: keine unzumutbaren Belastungen.

„Massiv“ bleibt der Anbau trotzdem, wie unter anderem die Gemeinde Kreuth bemerkte. Auch die Sorgen der Ferienwohnungsinhaber konnten nicht ausgeräumt werden. Zwar glauben die Antragsteller nicht an eine negative Beeinflussung. Im Antrag heißt es aber auch: „Eine aus dieser Erweiterung resultierende Werteinbuße wäre von den Einwendungsführern hinzunehmen.“

Der überarbeitete Bebauungsplan überzeugte den Gemeinderat. Dieser billigte den Antrag gegen die Stimmen von Anton Maier, Martin Strohschneider und Josef Kaiser (alle CSU). Der Plan wird nun erneut vier Wochen ausgelegt, woraufhin das Gremium wieder über die eingegangenen Stellungnahmen beraten wird. Nun sind also wieder die Anwohner an der Reihe.

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