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Das Seefest in Rottach-Egern – hier ein Bild aus dem vergangenen Jahr – bildet am 11. Juli traditionsgemäß den Auftakt des Seefest-Reigens. Die Seefeste in Tegernsee und Bad Wiessee folgen am 25. Juli und am 18. August. 

Am 11. Juli startet der Festreigen am Tegernsee

Seefeste: So schaut die Arbeit hinter den Kulissen aus

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Die Seefeste rund um den Tegernsee gibt es schon eine gefühlte Ewigkeit. Doch die Arbeit hinter den Kulissen hat sich zuletzt verändert. Die Sicherheitsanforderungen sind deutlich gestiegen.

Tegernseer Tal – Der Seefest-Reigen beginnt heuer am 11. Juli. Wenn das Wetter mitspielt, werden wieder Tausende Besucher nach Rottach-Egern in die Seestraße und den angrenzenden Kurpark strömen, um das Fest gemeinsam – und vor allem friedlich – zu genießen. Für Peter Rie (55) von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) ist das die Zeit des Dauereinsatzes. Seit 2011, als die einzelnen Tourist-Infos in die TTT integriert wurden, organisiert er federführend und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden alle drei Feste rund um den See. Zuvor hatte er über viele Jahre hinweg schon das Seefest in Bad Wiessee unter seinen Fittichen. Rie weiß: „Das Thema Sicherheit ist schwieriger geworden.“

Unter dem noch frischen Eindruck der Terroranschläge in München und Nizza hatte das Tegernseer Seefest im Sommer 2016 unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Allein die Polizei hatte ihre Präsenz verdoppelt. Und auch heuer soll die Sicherheit der Feiernden oberste Priorität genießen. „Wir haben seit zwei Jahren ein einheitlich abgestimmtes Sicherheitskonzept“, erklärt Rie. Darin ist vieles geregelt. Wie die einzelnen Ansprechpartner zu erreichen sind beispielsweise. Was zu tun ist, wenn das Fest abgebrochen werden muss. Oder wie viele Rettungskräfte des BRK vor Ort sein müssen. Unterstützt werden die lokalen Einsatzkräfte von professionellen Security-Diensten. „Das haben wir Schritt für Schritt ausgebaut“, erklärt Rie. Zehn Mann sind mittlerweile bei jedem der drei Seefeste unterwegs.

Die Leute sprangen aufs Schiff, obwohl das schon abgelegt hatte

Die Sicherheit zu erhöhen, bedeutet auch, Gedränge zu vermeiden. Das Schiff, das früher bei den Seefesten unmittelbar nach dem Feuerwerk ablegte, um die Gäste in die anderen Talgemeinden zurückzubringen, startet seit vergangenem Jahr erst später – nämlich um 23 Uhr. „Direkt nach dem Feuerwerk wollten immer ganze Massen auf das Schiff“, schildert Rie. Man habe sogar schon erlebt, dass Leute nachgesprungen sind, obwohl das Schiff bereits abgelegt hatte. Durch die spätere Abfahrt soll sich der Andrang entzerren. Außerdem seien zu späterer Stunde auch weniger Boote auf dem See unterwegs, die dem großen Fahrgastschiff in die Quere kommen könnten.

Wetterkapriolen machen den Seefest-Organisatoren zunehmend zu schaffen

Die Sicherheitslage ist das eine. Zu schaffen machen den Seefest-Organisatoren – das sind neben der TTT auch die Gemeinden mit ihren Bauhöfen – zunehmend aber auch die Wetterkapriolen. „Die Unwetter-Wahrscheinlichkeit nimmt immer weiter zu“, ist Rie überzeugt. Heißt für die Seefeste: Wenn Gewitter, Sturm und Hagel drohen, müssen die sommerlichen Spektakel schon mal kurzfristig abgesagt werden. „In zehn Jahren“, glaubt der TTT-Veranstaltungsmanager, „können wir wegen der Stürme vielleicht gar keine Zelte mehr aufbauen.“

Gemeinden und TTT sind sich einig: Feuerwerke müssen bleiben

Was das Programm der drei Seefeste in Rottach-Egern, Tegernsee und Bad Wiessee betrifft, so will sich das Tal treu bleiben. Einheimische Kapellen und Gruppen hätten hier „absolut Vorrang“, betont Rie. Zum lieb gewonnenen Ablauf der Seefeste gehören auch die Brillantfeuerwerke, die stets den Höhepunkt des Abends markieren. Und das soll auch so bleiben. „Die Diskussion über die privaten Feuerwerke finde ich berechtigt“, sagt Rie mit Blick auf die derzeitige Kontroverse im Tal. Mit den Gemeinden herrsche aber Einigkeit darüber, dass man die drei Seefest-Feuerwerke auch künftig beibehalten wolle. „Das gehört zu der touristischen Attraktion einfach dazu.“

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