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Katzen werden von den Silvesterheulern erschreckt und finden oft aus Angst nicht mehr nach Hause. Katzenbesitzerin Inge Lindimer lässt Kater Tobi deshalb an Silvester nicht nach draußen.

Tipps zum Jahreswechsel

Silvester mit Katzen: Jalousien runter

Rottach-Egern - Zu Silvester kracht und blitzt es. Katzen können da panisch reagieren. Wir haben nachgefragt, was Besitzer tun können.

Es blitzt und knallt, die Silvesterkracher fliegen einem um die Ohren. Der Mensch weiß, was um Mitternacht zum Jahreswechsel passiert. Katzen weniger. Kein Wunder also, wenn sie total nervös werden. 

Wir haben nachgefragt: Wie verhalten sich die Katzen an Silvester, und wie können die Besitzer ihnen dabei helfen, die Nacht gut zu überstehen? 

So reagiert die Katze:

 Silvester ist für die kleinen Raubtiere gespickt mit unnatürlichen Geräuschen. „Die hören sonst ja das kleinste Rascheln“, erklärt Markus Glanz vom Tierheim Rottach-Egern. Dort gibt es ein Katzenhaus, Glanz kennt sich mit den Tieren gut aus. Gerade die Silvesterheuler würden die Katzen extrem erschrecken. „Das sind krasse Frequenzen“, weiß Glanz. Sind die Tiere in der Silvesternacht draußen, kann das schlimme Folgen haben. 

Glanz hat Erfahrung: „Die laufen dann verschreckt durch die Gegend und finden nicht nach Hause.“ Bisher sei kein Jahr vergangen, ohne dass Katzen verschwunden seien und gesucht werden mussten. 

Das rät der Experte:

Markus Glanz bleibt selbst jedes Jahr im Tierheim, wenn der Jahreswechsel bevorsteht. „Ich will bei den Tieren sein“, begründet er das. Katzenbesitzern legt er nahe, die Tiere möglichst schon am Tag zuvor ins Haus zu holen und nicht mehr nach draußen zu lassen. Dann sei es das Beste, die Jalousien runterzulassen und eine akustische Quelle anzumachen. Und vor allem: selbst ruhig bleiben. Glanz erklärt: „Dem Tier nicht zeigen, dass gleich was passiert.“ Der Katzenexperte hört immer wieder, dass die Besitzer ihren Katzen diverse Mittel zur Beruhigung geben. Davon rät Glanz ab: „Bitte nicht!“ Dies solle nur im äußersten Notfall geschehen und nur, wenn es explizit vom Tierarzt verschrieben wurde. „Vielleicht kann man was zum Fressen hinstellen“, sagt Glanz. Allerdings ließen sich Katzen nicht so leicht ablenken. 

So hilft die Besitzerin:

 Inge Lindimer aus Rottach-Egern bleibt seit jeher an Silvester zu Hause – wegen ihrer Katzen. „Das ist ganz normal“, sagt die Rottacherin. Zwar seien ihre beiden jetzigen Kater Tobi und Samy nicht so schreckhaft. Aber: „An Silvester lasse ich sie nicht raus“, erklärt Lindimer. Die kämen sonst nämlich nicht mehr heim. Eine ihre Katzen, die vor Kurzem gestorben ist, kam mit der Silvesternacht gar nicht klar. „Die hatte fürchterliche Angst und lag nur unter dem Bett“, erzählt die Katzenbesitzerin. Beruhigungsmittel habe sie ihr aber nie gegeben. Lindimer habe einfach alles dicht gemacht und gewartet, bis es vorbei war. Tierbesitzer müssten eben auch mal auf was verzichten, findet die Katzenliebhaberin.

von Nina Probst

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