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Ein bisschen versteckt aber oho: Geheimtipp Spitzingsee-Tegernsee.

Unser Skigebietführer

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee im Pisten-Porträt: Alle Infos mit Geheimtipps

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Das Skigebiet Tegernsee-Spitzingsee hat unlängst einen Preis gewonnen und wird doch gerne unterschätzt. Alle Infos von Anreise über Hüttentipps bis Abfahrten in unserem großen Pisten-Porträt.

Das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee wird gerne unterschätzt. Klein aber fein und andererseits wesentlich größer, als viele glauben, versteckt sich das Gebiet in den Bergen hinter Tegernsee und Schliersee und verbindet mit seinen Liften gleichzeitig beide Welten. Viele kennen freilich die beiden Hauptabfahrten Sutten und Stümpfling unter den gleichnamigen 4er-Sesselliften, übersehen aber gerne die charmanten bis rasanten Nebenstrecken von Unterer Firstalm bis Valepp.

Nebenbei ist das Gebiet auch deutlich höher als viele glauben. Es liegt auf 1100 bis 1600 Metern und ist - oft umgeben von Wald - sehr schneesicher. Immerhin die Fachwelt ist auf das Kleinod hinter Tegernsee und Schliersee aufmerksam geworden. Jüngst erklärte skiressort.de Spitzingsee-Tegernsee zum Testsieger 2018 in der Kategorie „Geheimtipp: Weltweit führendes Skigebiet bis 20 km Pisten“.

Hier finden Sie alle Infos zum Skigebiet inklusive Geheimtipps zu Pisten und Hütten.

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee: Parken / Anreise / Abreise

Mit dem Auto: Von München über die A8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Weyarn, weiter durch Schliersee und hinauf bis hinter den Spitzingsee. 

Wer die Tegernseer Seite anfahren will, fährt schon in Holzkirchen von der A8 ab, weiter Richtung Tegernsee und in Rottach-Egern links nach Enterrottach und weiter zur Sutten hinauf. Achtung: Die Suttestraße ist eine gebührenpflichtige Mautstraße.

Parken ist an den Einstiegsliften (Stümpflingbahn, Kurvenlift und Suttenbahn) kostenlos für Gäste des Skigebiets. 

Parktipp: Wenn man am Wochenende früh dran ist (und früh heißt zwischen 8 und 8.30 Uhr), bekommt man noch gut Parkplätze an der Stümpflingbahn oder am Kurvenlift. Unter der Woche (außerhalb der Weihnachts- und Faschingsferien) ist die Parksituation unproblematischer, da bekommt man meist einen Platz.

Sollte man am Wochenende spät dran sein und keinen Parkplatz mehr ergattern, bietet sich die Option an, am Taubenstein zu parken und den kostenlosen Pendelbus zu nutzen.

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee: Anreise mit der BOB

Die BOB fährt stündlich nach Schliersee. Von da nimmt man den RVO Bus 9562 direkt zur Stümpflingbahn-Talstation. Mit der BOB um 7.04 Uhr ab München Hauptbahnhof ist man um 7.57 Uhr am Bahnhof Schliersee. Von da geht der Bus zwei Minuten später ab. Zurück fährt der RVO Bus stündlich immer um 25 Minuten nach der vollen Stunde. Letzte Fahrt ist um 17.25 Uhr.

BOB und Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee bieten ein Kombi-Ticket an: Tagesskipass, Hin- und Rückfahrt sowie Bustransfer zur Talstation inkl. zum Preis von 49,90 € für Erwachsene, 47 € für Jugendliche und 27 € für Kinder bis 15 Jahren. 

Betriebszeitenzeiten, Wartezeiten, Reisezeiten

Betriebszeiten: Bei Skibetrieb täglich von 8.20 Uhr bis 16.20 Uhr. Saisonstart ist 2018 der 15. Dezember.

Nachtskilauf: Donnerstag und Freitag: 18.30 bis 21.30 Uhr, Mittwoch ist exklusiv für Veranstaltungen, Gruppen und Events buchbar

Die Skipisten sind täglich (ausgenommen Nachtskilauf) von 17:00 bis 8:00 Uhr gesperrt. Wegen Pistenpräparierung mit Seilwinde ist die Benutzung der Skiabfahrten während dieser Zeit lebensgefährlich, wie dieses Video mit einem Pistenraubenfahrer im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee deutlich zeigt.

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee: Welche Wochentage und Tageszeiten machen besonders Sinn?

Am Wochenende sollte man unbedingt früh dran sein (Ankunft 8.00/8:30 Uhr). Das ist zwar eine altbekannte Weisheit, aber sie stimmt eben auch. Wer zu spät kommt, den erwarten die Massen. Unter der Woche gilt ebenfalls: Je früher, desto leerer. Zwischen 8.30 und 10.30 Uhr lässt es sich noch auf fast leeren Pisten fahren. Danach wird es auch unter der Woche bei schönem Wetter deutlich voller. 

Kleiner Tipp, wenn mal viel los ist: Immer weniger Skifahrer nutzen erfahrungsgemäß gerne Schlepplifte. Im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee bedeutet das: Alles konzentriert sich auf die Hauptabfahrten Stümpfling und Sutten. Die Nebenstrecken (einige davon sind nur bei guter Schneelage geöffnet) können oft deutlich leerer sein.

Am Mittwoch, beim Ladies Day, kann es bei schönem Wetter und guter Schneelage ebenfalls voller werden. Dafür fahren Damen ab dem 9. Januar auch für nur 18 Euro (außer Aschermittwoch).

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee - die Preise:

Tagesskipass Erwachsene kostet 36 Euro, Kinder 17 Euro.

Familienskipass für Eltern und alle eigenen Kinder gibt es zum Preis von 88 Euro. Bei zwei Erwachsenen mit einem Kind beträgt die Ersparnis 9 Euro, mit zwei Kindern 26 Euro, mit 3 Kinder 43 Euro und mit 4 Kinder sogar 60 Euro.

Flutlichtskipass für Erw. 17 Euro, Kinder 13 Euro und Senioren und Jugendliche für 16 Euro. Flutlichtskipass ermäßigt (gilt in Verbindung mit einem anderen an diesem Tag gültigen Skipass) für Erw. 16 Euro, Kinder 12 und Senioren und Jugendliche für 15 Euro. Für den Einkehrschwung steht die Schirmbar der Lyra Alm an der Stümpfling-Talstation mit Grillspezialitäten vom offenen Feuer zur Verfügung.

Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee: Hütten, Almen und Bars - mit Geheimtipps

Die Jagerhüttn zwischen den Bergstationen der beiden 4er-Sessellifte ist sicher die bekannteste Destination im Skigebiet. Es gibt eine freundliche Bedienung und gutes Essen. Die Aussicht auf der Sonnenterrasse ist überragend. Die exponierte Lage trägt freilich auch zur Beliebtheit bei.

Das Gegenstück dazu hat nicht jeder auf dem Schirm: die Lukasalm. Versteckt und etwas ab vom Schuss, zum Teil nur bei genügend Schnee erreichbar, aber lohnenswert. Ungefähr auf der Hälfte der Suttenabfahrt geht es links weg über eine versteckte schmale Skispur zur im Wald gelegenen Lukasalm. Spezialität dort sind Kässpatzen und Spinatknödel.

Genauso dieAlbert-Link-Hütte in der Valepp. Sie liegt auf der anderen Seite der Berge und am Ende der Grünseeabfahrt (nur bei guter Schneelage geöffnet). Den Schlepplift am Ende der Grünseeabfahrt links liegen lassen und geradeaus weiter zur Albert Link Hütte. Hier muss man eine kurze Schiebestrecke in Kauf nehmen. Das lohnt sich aber für selbst gebackenes frisches Brot und einen hervorragenden Kaiserschmarrn.

Neben vielen weiteren schönen Destinationen ist die Untere Firstalm unbedingt eine Kurve wert. Sie liegt an der Talstation des Nordhanglifts. Auch hier muss der Schnee reichen, um hinzukommen. Wenn genug Schnee liegt, nimmt man den Osthanglift (parallel zum Stümpfling), steigt oben nach rechts aus, muss ein bisschen schieben und fährt dann erst einen Zieher und dann eine kurze aber sehr schöne Abfahrt zur Unteren Firstalm hinunter. Neben dem Trubel auf den Hauptabfahrten wirkt die Firstalm und der Hang dazu - so schön abseits gelegen - wie eine Insel der Ruhe.

Skigebiet Tegernsee-Spitzingsee: Pistenprofil und Tipps zu den Abfahrten

Die schönste, längste aber auch stellenweise anspruchsvolle Abfahrt ist die über 3 km lange Grünseeabfahrt. Man kommt leider nur in diesen Genuss, wenn wirklich genug Schnee liegt. Hier gibt es auch keine Beschneiung. Die Abfahrt mäandert vom Roßkopf knapp unterhalb des Gipfelkreuzes teils durch Waldstücke bis hinunter in die Valepp (nur für Geübte).

Die anspruchsvollste Strecke ist die kurze aber knackige Roßkopfabfahrt (schwarz) an der Vorderseite des Roßkopfs. Nicht unbedingt die leichteste, aber auch mit Kindern, die schon einigermaßen sicher auf den Brettern stehen, gut machbare rote Piste ist die Suttenabfahrt. Für diejenigen, die etwas Action haben wollen, bietet sich der neue Funslope an mit einfachen Hindernissen, Wellenbahnen und Sprüngen. Sie liegt am Nordhang, über der Unteren Firstalm.

Skischulen am Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee:

Technisch sind Sie noch nicht ganz soweit? Diese Skischulen finden Sie direkt am Skigebiet: Schneeaktivitäten Martina Loch, direkt an der Talstation der Stümpflingbahn, DSLV geprüft  mit Verleih, auch Snowboardkurse (War vor 20 Jahren eine reine Snowboardschule. Cheyenne Loch, die Tochter der Inhaberin, ist im Weltcup Team und mehrfache Juniorenvizemeisterin im Snowboard Race). Verfügen über ein eigenes Kinderland am Lyralift mit Zauberteppich & Co. Ein zweites Kinderland betreibt die Skischule Aktiv am Bayernhang bei der Talstation Kurvenlift.

Alle Skigebiete im Umland von München, die ganz Großen, die Kleinen und die Geheimtipps finden Sie mit aktuellen Betriebszeiten hier.

Auf den Geschmack gekommen? Lesen Sie auch unser großes Pisten-Porträt zum Skiparadies Sudelfeld, sowie zum Brauneck.

kmm

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