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Kehrt bald wieder Ruhe ein? An dem Nachbarn der Bäckerei Tremmel hat sich das ganze Land erzürnt.

Bürgermeister vermittelt

Streit um Bäckerei-Gerüche beendet? Parteien trafen sich im Rathaus

Im Streit um die Gerüche der Bäckerei Tremmel scheint es Hoffnung auf eine Lösung zu geben. Die Beteiligten saßen am Freitagvormittag im Rathaus bei einem Gespräch zusammen. Die Ergebnisse:

Rottach-Egern – Bei dem längeren Treffen sei „am Ende ein Lösungsvorschlag auf den Tisch gekommen, mit dem beide Parteien leben könnten“, erklärte Bürgermeister Christian Köck auf Nachfrage. Der Rathauschef selbst hatte das Gespräch angeregt, sich dafür als Vermittler angeboten und dann einen Termin vereinbart. Es gehe ihm um den Ortsfrieden, hatte er gesagt, und darum, die Sache zu einem vernünftigen Ende zu bringen.

Wie mehrfach berichtet, hatte ein Ehepaar, das seine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bäckerei von Evi Tremmel hat, gegen Geruchsbelästigung geklagt und dabei einen Anwalt eingeschaltet. Wir berichteten als erstes über dieses Vorgehen. Die Aktion des Nachbars löste ein Welle der Empörung aus - deutschlandweit. Auf Facebook hagelte es teils vernichtende Kommentare. Der Anwalt des Ehepaares, Heino von Hammerstein, erklärte daraufhin, dass seine Mandanten durchaus das Gespräch mit der Bäckereibesitzerin gesucht hätten, allerdings erfolglos. Er versicherte weiter, dass es nicht um den Duft von Brot und Brezen gehe, sondern um ihnen unangenehme Gerüche, beispielsweise von Lauge, die sich unter dem Dachvorsprung sammelten und dann in die Wohnung des Ehepaares ziehen würden.

Als Lösung schlug Hammerstein einen höheren Schornstein oder eine Abluftschacht vor, was Bäckereibesitzerin Tremmel aber ablehnte. So drohte die Sache beim Landratsamt zu landen. Nach dem Gespräch scheint es aber einen anderen Weg zu geben.

Über die genauen Gesprächsinhalte wollte Bürgermeister Köck auf Nachfrage nichts sagen. „Das ist mit den Parteien so vereinbart.“ Beide waren dazu mit ihren Anwälten erschienen. Das Gespräch sei sehr sachlich und in normaler Atmosphäre verlaufen, sagte Köck. Es habe eine Annäherung stattgefunden und am Ende einen Lösungsvorschlag gegeben. „Ich bin optimistisch, dass der funktionieren wird.“

Einen weiteren Gesprächstermin gibt es laut Köck nicht. „Das sollte auch nicht notwendig wein.“ Jede der beiden Parteien habe eine „kleine Hausaufgabe“ bekommen. Welche, das verriet er nicht.

Christine Merk

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