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Bekommt viel Unterstützung: die Bäckerei Tremmel nach Bekanntwerden der Nachbar-Beschwerde.

Anfeindungen grenzen an „Fremdenfeindlichkeit“

Streit um Bäckerei-Gerüche: Jetzt spricht der Anwalt Heino von Hammerstein

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Weil ein Anwohner wegen der Gerüche aus der Bäckerei Tremmel einen Anwalt eingeschaltet hat, muss er sich deutschlandweit beschimpfen lassen. Wir haben mit dem Anwalt gesprochen.

Update, 2. September: Er hat die ganze Geschichte mit seinem Brief an Bäckerin Evi Tremmel in Rottach-Egern ausgelöst. Er vertritt das benachbarte Ehepaar der Bäckerei, das sich durch die Gerüche aus der Backstube zunehmend gestört fühlt. Uns ist die Identität jenes - alles andere als unbekannten - Anwalts am Tegernsee seit Beginn unserer Recherche vor fünf Tagen bekannt. Doch bisher wollte er nicht namentlich genannt werden. Bei tegernseerstimme.de lässt sich Heino von Hammerstein, Zweiter Bürgermeister von Tegernsee, nun doch namentlich zitieren.

Das war in Rottach-Egern passiert

Deutschlandweit sorgt der Streit um die Gerüche aus der Bäckerei Tremmel in Rottach-Egern für Aufsehen. So gewaltig die Solidarität mit Evi Tremmel ist, so wüst sind die Beschimpfungen, denen das Nachbar-Ehepaar aufgrund seiner Beschwerde ausgesetzt ist. „Die Eheleute leiden massiv unter dieser Stimmungsmache und den Anfeindungen unsachlicher Art“, sagt der Anwalt der Nachbarn, der sich nun bei unserer Zeitung gemeldet hat. 

Die zahlreichen Kommentare im Internet grenzen nach Ansicht des Juristen an „Fremdenfeindlichkeit“, nachdem seine Mandanten immer wieder auch als Zuagroaste beschimpft werden. „Es handelt sich hier um ältere Herrschaften, denen die Sache auch gesundheitliche Probleme bereitet“, ließ die am Tegernsee ansässige Anwaltskanzlei verlauten. Auch was die Beschwerde des Ehepaares anbelangt, das in einer Eigentumswohnung in direkter Nachbarschaft zur Bäckerei Tremmel wohnt, sieht sich der Anwalt, der selbst nicht namentlich genannt werden möchte, zu Klarstellungen veranlasst. 

Wir berichteten zuerst am Mittwoch über die Geruchs-Beschwerde des Nachbarn, inzwischen sind Evi Tremmels Bäckerei und jener Nachbar deutschlandweit bekannt und immer mehr Medien greifen die Geschichte auf.

Die Bäckerei befinde sich in einem Wohnmischgebiet und müsse daher „ein Stück weit Rücksicht nehmen“ auf die Belange der Nachbarschaft. Bislang werde die Abluft aus der Backstube ungefiltert ins Freie geblasen und sammle sich dann ganz besonders unter dem Dachvorsprung, wo das Ehepaar seine Wohnung habe. „Und diese Gerüche sind nicht nur angenehmer Art“, erklärt der Anwalt. Je nachdem, welches Material in der Backstube verarbeitet werde (zum Beispiel Lauge), könne es auch zu üblen Gerüchen kommen, betont der Rechtsbeistand.

„Das ist keine gspinnerte Beschwerde eines Querulanten.“ Ferner erklärt der Anwalt, dass sein Mandant zunächst durchaus das Gespräch mit Bäckerei-Inhaberin Tremmel gesucht habe – allerdings ohne Erfolg. Erst dann, so der Jurist weiter, habe er als Anwalt einen Brief geschrieben und der Bäckerei eine 14-tägige Frist eingeräumt, Vorkehrungen zu treffen, dass derartige Geruchsbelästigungen künftig unterbleiben. 

Eine Lösung, das Problem zu beheben, hätte der Anwalt bereits in petto. Er schlägt den Bau eines höher aufragenden Schornsteins oder Abluftschachtes vor, der dafür sorge, dass die Abluft nach oben abgegeben wird, anstatt sich an ungewollter Stelle zu konzentrieren. Tremmel hatte allerdings bereits angekündigt, nichts unternehmen zu wollen. So wird die Angelegenheit wohl doch – wie vom Beschwerde-Ehepaar angedroht – beim Landratsamt landen.

gab

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