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Luft ist raus: Die Rottacher Traglufthalle am Montagmorgen.

Vorsichtshalber abgelassen

Sturm: Rottacher Traglufthalle liegt flach

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Rottach-Egern - Die gerade aufgestellte Rottacher Traglufthalle war Sturm und Regen nicht gewachsen: Sie liegt flach. Sie sei kontrolliert abgelassen worden, versichert das Landratsamt. Aber was ist, wenn dort 120 Flüchtlinge leben?  

Massen von nassem Schnee und dazu Sturm: Das war zuviel für die gerade aufgestellte Rottacher Traglufthalle. Sie liegt flach. Die Firma habe sie kontrolliert zusammensinken lassen, sagt Landratsamt-Sprecher Birger Nemitz. Aber was ist, wenn dort 120 Flüchtlinge leben und heftige Böen kommen?

Sturm und Schnee dürften laut Herstellerfirma für die Halle kein Problem sein, meint Birger Nemitz. Das Bild, das die Halle am Montag bot, spricht allerdings eine andere Sprache. Als am Sonntag der nasse Schnee und der Sturm kamen, sank die Halle zusammen. „Sie wurde kontrolliert abgelassen, um Schäden zu vermeiden“, erklärt Nemitz. Im Echt-Betrieb könnte dies aber eigentlich nicht passieren. Das hätten zumindest die Mitarbeiter der beauftragten Firma beim Ortstermin am gestrigen Montag versichert.

Die Halle wird jetzt wieder aufgepumpt. Der Zeitplan sei dadurch nicht gefährdet, meint Nemitz. Ende Februar sollen  bis zu 120 Asylbewerber einziehen. 

Das sagt der Rottacher Geschäftsleiter

Die Firma Paranet hatte die Halle erst vor wenigen Tagen aufgestellt. Allerdings waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. So fehlen laut Gemeinde-Geschäftsleiter Gerhard Hofmann noch Versteifungen, die ein völliges Zusammensacken der Halle verhindern. Sie sei bisher auch nicht geheizt worden, meint Hofmann. Dass die Halle mal den Halt verliert, könne aber auch bei Stromausfall passieren, merkt Hofmann an. Schließlich muss ständig ein Gebläse arbeiten, damit im Inneren der Halle ein leichter Überdruck erhalten bleibt. Fällt dies aus oder hat die Hülle ein Loch, sinkt sie ein. „Da hat aber immer der Sicherheitsdienst ein Auge drauf“, erklärt Hofmann. Der sei 24 Stunden am Tag vor Ort. „Und die können die Halle innerhalb von fünf Minuten räumen.“ Es bestehe keine Gefahr für die dort untergebrachten Menschen. Auf die Ankunft der Flüchtlinge ist Rottach-Egern bestens vorbereitet. Zum ersten großen Helfertreffen im Seeforum am Samstag kamen rund 70 Rottacher, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Angemeldet waren weniger. „Es sind etwa 15 Leute einfach so dazugekommen“, berichtet Hofmann.

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