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Tegernsee phantastisch: Familie sauer über Eintrittspreis - „Warten nächste Lotto-Ziehung ab“

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Von: Christina Jachert-Maier

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Hoch hinauf geht es auf der Glas-Kletterwand von Tegernsee phantastisch. Auf einem hohen Niveau bewegt sich auch der Eintrittspreis.
Hoch hinauf geht es auf der Glas-Kletterwand von Tegernsee phantastisch. Auf einem hohen Niveau bewegt sich auch der Eintrittspreis. © Archiv tp

Mit dem Start von Tegernsee phantastisch ist Korbinian Kohler hoch zufrieden. In den sozialen Medien ist der Eintrittspreis – 42 Euro für drei Stunden – allerdings ein großes Thema.

Weissach – Am Wochenende war die Halle voll. 200 Menschen lässt das Team von Tegernsee phantastisch derzeit gleichzeitig in die Erlebniswelt, mehr geht in der Anfangsphase nicht. „Wir fahren den Betrieb langsam hoch“, erklärt Hotelier Korbinian Kohler. Seit Anfang des Monats ist der Indoor-Freizeitpark mit virtuellem Aquarium, Hochseilklettergarten, Trampolinanlage, Ninja-Warrior-Parcours und allerlei Hightech-Attraktionen geöffnet. Viele haben darauf gewartet. „Es läuft sehr gut“, meint Kohler. Genaue Besucherzahlen könne er nicht nennen, aber die Resonanz entspreche den Erwartungen. „Und beim Rausgehen sind alle begeistert“, stellt er fest.

Neue Attraktion am Tegernsee: Viele Kommentare zum Eintrittspreis

Nicht wenige gehen allerdings erst gar nicht hinein, der Ticketpreise wegen. Dieses Bild vermitteln zumindest die zahlreichen Kommentare auf Facebook. 42 Euro pro Person für drei Stunden, das sei doch völlig überzogen, heißt es unisono. „Für eine Familie mit zwei Kindern sind das mal eben 168 Euro für drei Stunden. Respekt!“ staunt ein User. Man frage sich schon, warum solche Preise für Familien aufgerufen würden, meint ein anderer. Der nächste schreibt: „Wir haben vier Kids und wollten eigentlich auch hin, aber jetzt warten wir erst mal die nächste Lotto-Ziehung ab.“

Tegernsee phantastisch: Neues 90-Minuten-Ticket für 25 Euro

Kohler kennt die Facebook-Kritik. Bei ihm persönlich seien noch keine Klagen in dieser Richtung aufgeschlagen, meint er. An der Preisstruktur hat der Hotelier jetzt dennoch gerüttelt. Neuerdings ist ein 90-Minuten-Ticket für 25 Euro zu haben. „Um die Barriere zu reduzieren“, meint Kohler. Interessierte könnten sich Tegernsee phantastisch damit einfach mal anschauen. Der Hochseilgarten ist in diesem Ticket nicht enthalten.

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Zu hoch gegriffen ist der Preis nach seiner Kalkulation nicht, im Gegenteil. „Ich glaube, wir sind da moderat eingestiegen“, meint Kohler. Im Vergleich zu anderen Angeboten liege der Eintrittspreis am unteren Ende der Skala. In Münchner Trampolin-Zentren seien 15 Euro pro Stunde die Regel. „Wir sind also günstiger und bieten das 20-Fache.“

Wie viel Kohler in die neue Erlebniswelt investiert hat, behält er für sich. Nur so viel hatte er bei der Eröffnungsfeier verraten: Für die Summe hätte er auch ein veritables Hotel bauen können.

Tegernsee phantastisch: Vorzug für Hotelgäste - Besucher in allen Altersgruppen

Die Kohler-Hotels rund um den Tegernsee noch attraktiver zu machen, war auch Anstoß für den Bau von Tegernsee phantastisch. Wer im Bachmair Weissach urlaubt, kann sich nach Herzenslust in der Halle tummeln. Der Ticketpreis ist in der Buchung inbegriffen. Schon jetzt sei spürbar, dass das bei den Gästen ankommt, meint Kohler. Und zwar in allen Altersgruppen: „Wir hatten jetzt ein 80-jähriges Pärchen da, das war total begeistert.“

Mitarbeiter gesucht

Als zugkräftig erweise sich auch das italienische Restaurant Gardone in der Erlebniswelt: „Das ist fast jeden Abend ausgebucht.“ Dringend gesucht seien weitere Mitarbeiter. Zehn Leute würde Kohler gerne einstellen. Insgesamt sind für den Betrieb von Erlebniswelt und Restaurant rund 40 Kräfte nötig. Aktuell hilft eine Leiharbeitsfirma aus.

Zu tun gibt es Kohler zufolge eine Menge. Nicht nur die Gäste seiner, sondern auch die anderer Hotels im Tegernseer Tal kämen in die Weissacher Halle. Aber auch viele Einheimische. „Das hält sich in etwa die Waage“, meint Kohler. Inzwischen hätten auch die ersten Schulklassen einen Ausflug in die Erlebniswelt unternommen. Für die, so Kohler, gab’s aber einen Sonderpreis. „Und es dürfen noch mehr kommen.“

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