Die Bergwacht Rottach-Egern im Einsatz.
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Die Bergwacht Rottach-Egern im Einsatz.

Bergwacht im Dauereinsatz

Zusammenbruch am Tegernsee: Wanderer stirbt an Erschöpfung - seine Frau muss hilflos zusehen

  • Gerti Reichl
    VonGerti Reichl
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Das schöne Spätsommerwetter lockt aktuell die Wanderer in Scharen in die Tegernseer Berge. Ein 77-jähriger Münchner kam dabei ums Leben.

Tegernseer Tal – Der Bergwacht Rottach-Egern bescherte dies am Dienstag vier Einsätze am Stück. Besonders tragisch: Ein 77-jähriger Münchner kam ums Leben, er starb offenbar an Erschöpfung.

Wie die Bergwacht berichtet, wurde sie um 12.39 Uhr das erste mal alarmiert. Ein 70-jähriger Wanderer, der sich auf dem Abstieg vom Wallberg befand und die Hälfte des Sommerweges bereits geschafft hatte, erlitt einen Schwächeanfall. Ein Retter machte sich zusammen mit dem Fahrer des Rettungsfahrzeugs auf den Weg.

Bergwacht im Dauereinsatz am Tegernsee: Keine Rettung mehr für erschöpften Wanderer

Noch während der Anfahrt, um 12.57 Uhr, alarmierte die Integrierte Leitstelle Rosenheim die Bergwacht erneut. Sie wurde zur Unterstützung des Rettungsdienstes zu einer Reanimation eines 77-jährigen Münchners in die Kreuther Weissach-Auen gerufen. Das Rettungsfahrzeug der Bergwacht fuhr umgehend los, während sich der Einsatzleiter um weiteres Personal kümmerte, um die Versorgung des geschwächten Wanderers sicherzustellen. Vor Ort lösten die Retter den bereits reanimierenden Passanten ab und begannen mit der medizinischen Versorgung. Nach etwa zehn Minuten trafen der Rettungsdienst sowie kurz darauf der Notarzt ein. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Kreuth alarmiert. Trotz der sehr guten Vorarbeit durch Passanten kam für den 77-jährigen Mann jede Hilfe zu spät: Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Ehefrau wurde durch den Kriseninterventionsdienst betreut.

Spätsommer-Wetter am Tegernsee: Rettungsdienst im Dauereinsatz - Wanderer stirbt

Auf der Anfahrt zu Einsatz Nummer zwei alarmierte die Leitstelle um 13:02 Uhr die Bergretter erneut. Am Hirschberg war ein 60-jähriger Wanderer gestürzt und zeigte neurologische Auffälligkeiten. Das Team, das eigentlich für den Einsatz am Wallberg bestimmt war, übernahm den Einsatz, versorgte den Mann zusammen mit dem Notarzt und übergab ihn dem Rettungsdienst. Da zu diesem Zeitpunkt schon sehr hohes Einsatzgeschehen herrschte, alarmierte die Leitstelle Rosenheim dafür die Ehrenamtliche Schnell-Einsatz-Gruppe Bad Wiessee, die für die Spitzenlastabdeckung ebenfalls einen Rettungswagen zur Verfügung hat.

Bergwacht im Dauereinsatz: Wanderin (60) braucht am Hirschberg Hilfe

Noch während die Retter in der Rettungswache ihre Fahrzeuge wieder aufrüsteten, kam der nächste Alarm: eine 60-jährige Wanderin war ebenfalls am Hirschberg umgeknickt und hatte sich dabei das Sprunggelenk ausgekugelt. auch hier wurde ein Notarzt hinzugerufen, Insgesamt sieben Retter versorgten die Frau und transportierten sie auf einer Gebirgstrage zum Rettungsfahrzeug und letztendlich in den Rettungswagen. Da die Wanderin ihren Hund dabei hatte, und ein Bergretter beim Tierheim Rottach arbeitet, kümmerte sich dieser umgehend um das Tier und sorgte für eine Unterkunft des Tieres über Nacht.

Die Bergwacht spricht nicht nur den Angehörigen des Verstorbenen ihr Mitgefühl aus, sie bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen für die reibungslose Zusammenarbeit an diesem einsatzreichen Tag.

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