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Für die Breitbandoffensive hat die Telekom in Rottach-Egern viele Gräben aufgerissen, wie hier an der Leo-Slezak-Straße. Der Abschluss der Arbeiten zieht sich länger hin als angekündigt. 

Breitbandoffensive - Bürgermeister stinksauer

Telekom-Baustellen klaffen im ganzen Ort: „Unsäglicher Zustand“

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Für die Breitbandoffensive der Telekom in Rottach-Egern sollte alles ganz schnell gehen. Asphalt aufreißen, Kabel rein, zumachen. In der Realität klaffen im ganzen Ort offene Gräben. 

Rottach-Egern – „Ein unsäglicher Zustand ist das und auch gefährlich“, wetterte Bürgermeister Christian Köck (CSU) im Gemeinderat. Was ihn so ärgert, sind die vielen Baustellen der Telekom im Ort. Sie dienen der bayernweiten Breitbandoffensive. Auch in Rottach-Egern soll das Internet schneller werden. Dazu lässt die Telekom neue Glasfaser-Kabel verlegen. Zudem erweitert beziehungsweise erneuert sie die grauen Kabelverzweiger-Kästen an insgesamt 32 Standorten im ganzen Ort. Für die Arbeiten muss die Telekom Pflaster öffnen oder Asphalt aufreißen. Letzteres ist ein Problem. An etwa 15 Stellen, berichtet der gemeindliche Amtstechniker Stefan Staudinger, sind die aufgerissenen Gräben immer noch offen.

„Es ist sehr schade, dass Zusagen nicht eingehalten werden“, machte Köck seinem Ärger Luft. Die Telekom habe im Vorfeld versprochen, alles, was aufgebaggert werde, schnell wieder zu schließen. Stattdessen sei vieles nur zur Hälfte erledigt. Zum Teil klafften seit drei Monaten Löcher im Asphalt. „Viele beschweren sich deshalb im Rathaus“, berichtete Köck. Amtsleiter Staudinger habe daraufhin einen geharnischten Brief an die zuständige Teamleiterin der Telekom geschrieben. Die komme nun zum Ortstermin nach Rottach-Egern. Er werde darauf dringen, dass die Löcher im Asphalt zeitnah verfüllt werden, machte Köck deutlich: „Wir sind schließlich ein Urlaubsort.“ Gerade in der dunklen Jahreszeit halte er die Gräben trotz aller Absperrungen für gefährlich. Vor allem Senioren und Eltern mit Kinderwagen hätten ein Problem mit den verengten Gehwegen. Vor dem Wintereinbruch müsse das Problem behoben sein, findet Köck. „Und wir haben ja manchmal schon an Allerheiligen Schnee.“

Die Ursache des Desasters ist für Amtstechniker Staudinger klar. „Die Firmen sind total überlastet.“ Die Hauptarbeit sei ja eigentlich erledigt. Doch so schnell, wie von den Planern am Schreibtisch errechnet, lasse sich das Projekt in der Praxis halt nicht durchziehen. Eigentlich, erinnert Staudinger, hätten alle Arbeiten Ende Oktober abschlossen sein sollen. Verzögerungen gab’s aber schon beim Start.. Der Gemeinde bleibe nun nichts anderes übrig, als bei der Telekom Druck zu machen, meint Staudinger: „Wir haben da keine Handhabe.“ Was die Telekom dazu meint, war bei der Pressestelle des Unternehmens nicht zu klären: Die von unserer Zeitung erbetene Information kam nicht.

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