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Die alten Zwinger haben bald ausgedient. Das Tierheim in Rottach-Egern, hier Mitarbeiter Thomas Doreth, bekommt ein neues Hundehaus.

Erfreuliche Nachricht bei Hauptversammlung der Tierschützer

Unerwarteter Geldsegen: Tierheim bekommt endlich ein neues Hundehaus

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Das Tierheim in Rottach-Egern bekommt ein neues Hundehaus. Damit geht ein lang gehegter Wunsch des Tierschutzvereins in Erfüllung. Möglich macht den Neubau ein unerwarteter Geldsegen.  

Rottach-Egern – Das Tierheim in den Weissachauen – das einzige seiner Art im Landkreis Miesbach – rüstet sich für die Zukunft: Nachdem 2018 die Sanierung der Katzenquarantäne im Großen und Ganzen abgeschlossen werden konnte, soll in Kürze die Behausung für die Hunde modernisiert werden. Der Neubau solle zum einen eine artgerechtere Haltung ermöglichen, zum anderen die Arbeit der Tierheim-Mitarbeiter erleichtern, erklärt Ecker-Schotte auf Nachfrage. „Hier wird es auch eine zusätzliche Quarantäne- und Krankenstation geben“, kündigt die Chefin des Tierschutzvereins Tegernseer Tal an. Mit dem Baubeginn rechnet sie frühestens im Sommer 2020. Finanziert wird das Vorhaben auch durch zwei Nachlässe, die speziell für den Bau eines neuen Hundehauses gedacht sind, hieß es bei der Hauptversammlung des Vereins im Gasthof Maximilian in Gmund.

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Insgesamt herrscht im Tierheim reger Betrieb. 93 Fund- und ausgesetzte Tiere, Wild- und Nutztiere waren dort im vergangenen Jahr untergebracht. Darunter waren elf Hunde, 30 Katzen und 32 Vögel. Verwaiste und verletzte Wildvögel wie Spatzen, Kohlmeisen, Buntspechte, Raben oder auch Schwäne seien teils in die LMU nach Oberschleißheim gebracht oder im Tierheim aufgepäppelt und erfolgreich wieder ausgewildert worden, berichtet Tierheim-Leiter Markus Glanz. Eine schöne, aber aufwendige Arbeit. Deshalb suche der Verein dringend Helfer, die die Erstpflege der gefiederten Notfälle übernehmen könnten, fügt Johanna Ecker-Schotte hinzu. Eine zweite Freivoliere ist bereits in Planung.

Bei der Hauptversammlung wartete der Verein mit weiteren Zahlen aus 2018 auf. So wurden 43 Tiere von Privatpersonen zur Vermittlung abgegeben oder über Behörden ins Tierheim eingewiesen. Insgesamt 57 Tiere konnten im vergangenen Jahr an ein neues Zuhause vermittelt werden. Darüber hinaus wurden 53 Pensionstiere betreut.

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Neben dem Betrieb des Tierheims sorgt sich der Verein landkreisweit um das Wohl von Haus- und Wildtieren und geht regelmäßig – teils mit Unterstützung des Veterinäramts – Missstandsanzeigen nach. Eine zeitintensive und nervenaufreibende Arbeit, wie Ecker-Schotte immer wieder erfahren muss. Sie nennt einige Beispiele, in denen der Verein helfen konnte. So konnten zwei Pferde, die ihr Dasein in Ständerhaltung fristeten, „zügig und erfolgreich umgestellt werden“, zwei von der Grenzpolizei beschlagnahmte Hundewelpen habe der Verein aufgenommen und „gut vermittelt“. Für Aufsehen sorgte auch der Fall zweier in einer Plastiktüte ausgesetzter Bartagamen, die dank einer Spende der Gemeinde Kreuth in einer Reptilien-Auffangstation untergebracht werden konnten.

Am Herzen liegt Ecker-Schotte ebenso der Einsatz für die Wildtiere, „der in den Satzungsstatuten steht und sehr notwendig ist“, wie sie sagt. Erst kürzlich hat die Vorsitzende dazu auf der Hegeschau in Miesbach vor versammelter Jagd- und Forstgesellschaft einen Vortrag gehalten.

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Ecker-Schotte weiß aber auch, dass es nicht immer mit rechten Dingen zugeht, wenn der Verein Missstandsanzeigen erhält. So berichtet die Vorsitzende von einem Fall, in dem ein Tierbesitzer regelrecht gestalkt wird. Personen, die der Meinung seien, dem Tier geht es nicht gut, würden dem Besitzer nachstellen. „Belästigungen und Beleidigungen gibt es beinahe täglich“, sagt die Rottacherin und ärgert sich: Solche Menschen würden sowohl die Arbeit des Tierschutzvereins als auch des Veterinäramtes torpedieren.

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