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Qualvoll verendet ist dieses trächtige Reh kürzlich im Gemeindebereich Kochel am See.

Große Sorge um die Wildtiere

Ärger wegen frei laufender Hunde: Dringender Appell der Tierschützer am Tegernsee

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Frei laufende Hunde im Gelände sind Johanna Ecker-Schotte vom Tierschutzverein Tegernseer Tal ein Dorn im Auge. Sie sorgt sich ums Wild, das gerade jetzt besonders gefährdet ist. 

Rottach-Egern – Im Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat es erst kürzlich mehrere Fälle von wildernden Hunden gegeben, die Wildtiere angriffen oder zu Tode hetzten. Nun schlägt auch der Tierschutzverein Tegernseer Tal Alarm: „Bitte lasst die Hunde an der Leine!“, lautet der eindringliche Appell der Vorsitzenden Johanna Ecker-Schotte an alle Hundehalter. Einen konkreten Anlass für ihren Aufruf gibt es auch: Am Dienstag hat der Verein vom zuständigen Revierjäger zwei herrenlose Hunde übernommen, die auf der Sutten nahe einer Winterfütterung umherstreunten. Bislang hat sich der Besitzer der Tiere nicht gemeldet.

Lesen Sie hier: Weiterer Fall im Isarwinkel: Hund hetzt Rehbock in den Tod

Wenn Ecker-Schotte derzeit frei laufende Hunde in Wiesen oder am Waldrand sieht, macht sie das besonders wütend. Im Frühjahr herrscht Brut- und Setzzeit, viele trächtige Rehgeißen und hilflose Jungtiere sind unterwegs. „In Rottach-Egern haben wir kürzlich am Ortsrand eine hochträchtige Geiß gesichtet“, berichtet die Vorsitzende. Dennoch beobachte sie immer wieder Hundebesitzer, die ihre Tiere im Gelände frei umherlaufen lassen. „Dann heißt es immer, der Hund muss spielen und braucht seine Freiheit“, ärgert sich Ecker-Schotte. Setzt der Vierbeiner aber zur Jagd an, kostet das Wildtiere immer wieder das Leben. So wie zuletzt im Tölzer Stadtwald geschehen, wo ein frei laufender Hund einen prächtigen Rehbock in den Tod getrieben hat. „Wir müssen unserem heimischen Wild die nötige Ruhe lassen“, fordert Ecker-Schotte nachdrücklich.

Jäger greift zwei herrenlose Hunde im Suttengebiet auf

Mit einem ganz speziellen Fall bekam es der Tierschutzverein Anfang dieser Woche zu tun. Im Suttengebiet griff ein Jäger zwei streunende Hunde auf und übergab sie an den Tierschutzverein. „Die waren fix und fertig und total verdreckt“, berichtet Ecker-Schotte. Möglicherweise hatten auch diese Hunde, die der Verein mittlerweile in seinem Tierheim in den Weißachauen untergebracht hat, eine Fährte verfolgt.

Auch im Tal hatte es schon Vorfälle gegeben: Schockierende Szene am Tegernsee: Hunde treiben trächtiges Reh in die Enge und greifen an

Was den Besitzer der Hunde angeht, so stehen die Tierschützer vor einem Rätsel. „Wir haben alle Suchmeldungen gecheckt, die Hunde wurden nicht vermisst gemeldet“, erklärt Ecker-Schotte. Sie kann sich nur wundern: „Wenn ich meine Hunde suche, setze ich doch normalerweise alle Hebel in Bewegung.“ Momentan bleibt dem Verein also nur abzuwarten, ob sich doch noch jemand meldet. Konsequenzen aus dem Fall hat Ecker-Schotte aber schon gezogen: „Wir haben gegen den unbekannten Halter Anzeige erstattet.“

Der Tierschutzverein hat bereits eine Broschüre herausgegeben: Ein Leitfaden für Frauchen und Herrchen

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