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Urlaub auf engstem Raum: Das Ehepaar Marion und Stefan Wickel aus Wilhelmshaven (Niedersachsen) hat fünf Tage in Daniels Glasls Almwagen „Max“ gelebt.

23 Bewertungen, 23 mal fünf Sterne

Tourismuspreis für‘s Tiny House? 

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Daniel Glasl geht mit seinem Almwagen neue Wege – und das scheint anzukommen. Jetzt hofft der Tegernseer auf eine Nominierung für den deutschen Tourismuspreis.

Rottach-Egern – Pioniere haben es schwer. Diese Erfahrung machte auch Daniel Glasl. Mit seinem Tiny-House-Projekt stieß der Tegernseer bei einigen Vermietern auf Widerstand. Der Rest der Bevölkerung scheint von der Idee angetan. Und das nicht nur im Tegernseer Tal, sondern deutschlandweit.

„Rottach wollte mir sicher nicht unnötig Steine in den Weg legen“

Als Glasl seinen Almwagen „Max“ Anfang Mai auf einem Grundstück an der Rottacher Karl-Theodor-Straße abgestellt hatte, stieß er auf Gegenwind seitens der Gemeinde – das Landratsamt erklärte das Projekt jedoch für legitim. „Die Gemeinde wollte zunächst die rechtliche Seite klären“, sagt der 40-Jährige. „Rottach wollte mir sicher nicht unnötig Steine in den Weg legen.“ Wohl aber einige Ferienwohnungsbesitzer, wie Glasl über mehrere Ecken erfahren hat. „Da komme ich mit einer neuen Idee und dann heißt es, ich nehme ihnen die Betten weg.“ Für ihn nicht nachzuvollziehen, zumal es sich lediglich um zwei Schlafplätze handelt.

Die Berichterstattung unserer Zeitung hat ein wahres Medienecho ausgelöst

Auch außerhalb des Tegernseer Tals hat Glasls Idee für Aufmerksamkeit gesorgt – auf die Berichterstattung unserer Zeitung folgte ein wahres Medienecho. Glasl fand sich mit seinem Almwagen unter anderem im Bayerischen Rundfunk, in der Bild-Zeitung, im Architekturmagazin Stylus, in der Zeitschrift Landleben und im Goldenen Blatt wieder. „Davon wusste ich nicht einmal.“ Und das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht, denn in den nächsten Tagen könnte Glasls Bekanntheitsgrad eine neue Dimension annehmen. Dann erfährt er, ob seine Nominierung für den deutschen Tourismuspreis durchgegangen ist. Für den 40-Jährigen eine Art Türöffner für neue Standorte.

„Uns begeistern Sachen, die mit guter Architektur und Nachhaltigkeit zu tun haben“

Gegenwärtig residiert der „Max“ auf einer Fläche am Rottacher Parkweg – auf dem Grundstück, auf dem auch die Verfassungslinde steht. Dort besteht inzwischen Baurecht (wir berichteten). Davon werde laut Sven Radtke von der Firma Frei & Essler Immobilien aber erst nächstes Jahr Gebrauch gemacht. Solange darf Glasl das Grundstück nutzen, denn Radtke ist von der Idee angetan: „Uns begeistern Sachen, die mit guter Architektur und Nachhaltigkeit zu tun haben“, sagt der Immobilienökonom. „Das entspricht unserer Philosophie.“ Ein Freund, der das Tiny House bereits getestet hat, habe geschwärmt. Auch Radtke selbst will zeitnah eine Nacht im Almwagen verbringen.

Auf Airbnb: 23 Bewertungen, 23 mal fünf von fünf Sternen

So wie zahlreiche Urlauber das in den vergangenen drei Monaten bereits getan haben. „Ich bin mehr als zufrieden“, sagt Glasl. Genauso wie seine Gäste. Das zeigen die Kritiken auf dem Buchungsportal Airbnb, über das rund 90 Prozent der Anfragen reinkommen: 23 Bewertungen, 23 mal fünf von fünf Sternen. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen im Hinblick auf die Nominierung für den Tourismuspreis.

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