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Wie im Ernstfall: die Feuerwehr-Übung auf dem Rottacher Recyclinghof. 

Feuerwehren trainierten den Ernstfall

Übung: Chemie-Alarm am Rottacher Recyclinghof

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Schutzanzüge, Schläuche, Schleusen: Szenen wie bei einem Chemieunfall haben sich auf dem Rottacher Recyclinghof abgespielt. Grund war eine Übung der Feuerwehren.

Rottach-Egern – Retter mit grünen Ganzkörperanzügen nähern sich der Unfallstelle. Daneben wird eine Dekontaminationsschleuse aufgebaut. Gefahrstoffalarm auf dem Rottacher Recyclinghof. Was aussieht wie ein brenzliger Einsatz, ist in Wahrheit eine Übung. Zum ersten Mal seit 17 Jahren haben die Feuerwehren Rottach-Egern und Tegernsee am Samstagabend wieder gemeinsam ein Szenario durchgespielt.

50 Feuerwehrler und sechs Mitglieder der Wiesseer BRK-Bereitschaft haben laut Tobias Maurer, Vize-Kommandant der Feuerwehr Rottach-Egern, an der Aktion am Feichterweg teilgenommen. Simuliert wurde ein Autounfall mit mehreren Verletzten. Bei der Rettung stellte sich dann heraus, dass ein Pkw Gefahrstoffe wie Reinigungsmittel an Bord hatte. „Die sind dann auch noch Leck geschlagen“, schildert Maurer die Aufgabenstellung. Was in Wirklichkeit nur gefärbtes Wasser war, behandelten die Feuerwehrler als gesundheitsgefährdende Chemikalien. Die mit „schwerem Chemieschutz“ ausgestatteten Tegernseer Retter dichteten die Behälter ab und banden die ausgelaufenen Stoffe. Die Verletzten mit Augen- und Lungenreizungen wurden in einer Dekontaminationsschleuse auf die ärztliche Versorgung vorbereitet.

Eineinhalb Stunden dauerte die Übung, dann folgte die Nachbesprechung. Fazit: „Es gab einen guten Lernerfolg“, sagt Maurer. Ziel sei es, das gemeinsame Training bald zu wiederholen. Falls doch mal der Ernstfall eintritt.

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