Bürgermeister Christian Köck, Vorsitzender Josef Bogner sowie weitere Mitglieder des Verkehrsvereins präsentieren den Baumlehrpfad
+
Gelungene Gemeinschaftsaktion: Zur offiziellen Präsentation des Baumlehrpfads an der Rottach kamen jetzt die Beteiligten zusammen, darunter Bürgermeister Christian Köck (l.) und Vorsitzender Josef Bogner (4.v.l.).

Verkehrsverein Rottach-Egern erneuert alten Lehrpfad

Eintauchen in die Welt der Bäume

Der Baumlehrpfad in Rottach-Egern war zuletzt recht unansehnlich. Jetzt hat der Verkehrsverein Rottach-Egern ihn wieder auf Vordermann gebracht.

Rottach-Egern – Der Lehrpfad am Rottachdamm – einst bekannt als keltischer Baumkreis – war längst keine Zierde mehr. Rund 20 Jahre nach seiner Entstehung waren die hölzernen Tafeln stark verwittert, so mancher exotische Baum, auf den sie hinwiesen, wollte an dem Standort nicht wachsen und war eingegangen. Der Verkehrsverein Rottach-Egern hat sich nun der Sache angenommen: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde schuf er auf dem Abschnitt zwischen Tuftenbrücke und dem Ortsteil Kalkofen einen ganz neuen Baumlehrpfad – ausschließlich mit heimischem Gehölzen.

Für den Vereinsvorsitzenden Josef Bogner war das Projekt eine Herzensangelegenheit. Schon im März des vergangenen Jahres hatte er im Gemeinderat seine Pläne für eine Erneuerung des Lehrpfads vorgestellt. Nachdem die behördlichen Hürden genommen waren, machten sich Mitglieder, Bauhof-Mitarbeiter und heimische Handwerker an die Arbeit: Am Eingang wurde eine massive Informationstafel installiert, im Verlauf des Weges erneuerte der Verein 15 Schilder, die Wissenswertes zum Bewuchs vermitteln. Auch Bäume wurden neu gepflanzt – diesmal aber ausschließlich heimische Arten, wie Ausschussmitglied Christian Stadler erklärt, der sich ebenfalls für das Projekt engagierte. So finden sich nun unter anderem ein Wildapfelbaum und Eiben entlang des Dammwegs. Damit nicht genug: Laut Stadler sollen weitere Schilder folgen, die Näheres zur hier beheimateten Tierwelt erläutern. „Das wurde alles sehr schön renaturiert, einige Bereiche sind somit wieder für Vögel und Fledermäuse nutzbar“, sagt Stadler über die jüngsten Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes. Geht es nach dem Verein, sollen künftig ganze Schulklassen den Pfad beschreiten, um Lehrreiches über die dortige Natur zu erfahren. Mehrere tausend Euro hat sich der Verein das Projekt kosten lassen.

Damit der neue Lehrpfad dauerhaft attraktiv bleibt, wollen sich die Mitglieder auch um die Pflege kümmern. Bei Bedarf würden Bäume ausgeschnitten und die Infotafeln gesäubert, sagt Stadler. „Alles in allem eine gelungene Aktion“, wie der Verein findet.  gab

Auch interessant

Kommentare