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Solch traumhafte Rodeltage am Tegernsee waren den Wintersportlern in der vergangenen Saison nur selten vergönnt. 

Nach der schlechten Saison 2015/2016

Rodelspaß am Wallberg: Heuer soll's wieder klappen

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Rottach-Egern - Der vergangene Winter meinte es nicht gut mit den Schlittenfahrern: An nicht einmal zehn Tagen konnte die Rodelbahn am Wallberg geöffnet werden. Das soll heuer wieder anders werden.

Die Berggipfel am Tegernsee waren schon weiß überzuckert – die Lust auf den Winter steigt. Dass er heuer wieder schneereicher ausfällt, hofft man vor allem bei der Wallbergbahn in Rottach-Egern. Denn wenn die Bedingungen stimmen, ist die dortige Naturrodelbahn mit ihrer rund 6,5 Kilometer langen Strecke ein beliebtes Ausflugsziel. Etwa eine halbe Stunde dauert das Rodelvergnügen hinab ins Tal, nach oben geht’s bequem mit der Bahn.

Im Durchschnitt hat die Rodelbahn zwischen 60 und 90 Tage pro Saison geöffnet. „Bei einem schlechten Winter sind es 30 bis 35 Tage“, sagt Antonia Asenstorfer (47), Pressesprecherin der Wallbergbahn. Daran gemessen, war der vergangene Winter rodeltechnisch schon fast ein Totalausfall. An gerade einmal acht oder neun Tagen konnten die Schlittenfahrer die Bahn nutzen, zu mehr hat der Schnee einfach nicht gereicht. „Wir hoffen natürlich, dass das eine krasse Ausnahme bleibt“, meint Asenstorfer. Und sie ist zuversichtlich: An so wenig Tage mit Schneefall könne sie sich überhaupt nicht erinnern.

Dass die Wallbergbahn trotzdem keine „katastrophale Saison“ verbuchen musste, sei dem tollen Wanderwetter während der Weihnachtsferien zu verdanken gewesen. „Der Wallberg ist ein wunderschöner Aussichtsberg, mit der Zahl der Besucher waren wir dennoch zufrieden“, meint die Pressesprecherin.

Nichtsdestotrotz: Heuer sollen auch die Rodler wieder vermehrt auf ihre Kosten kommen. Sollte das natürliche Weiß nicht ausreichen, können die Betreiber durchaus ein wenig nachhelfen. „Wir haben hier die Möglichkeit zur Depot-Beschneiung“, erklärt Asenstorfer. Will heißen: Sobald es kalt genug ist, kann die Wallbergbahn auf Vorrat Schnee produzieren, am Fuße des Berges ein Depot anlegen und den Kunstschnee bei Bedarf mit Hilfe eines Unimogs auf den schneefreien Passagen der Rodelstrecke aufbringen. „Damit können wir kritische Stellen ganz gut ausbessern“, erklärt die Pressesprecherin. Mehr aber auch nicht.

Eine groß angelegte Beschneiung der Rodelbahn mit Schaffung eines Speicherteichs auf dem Berg, wie sie schon einmal geplant war, ist 2013 bekanntlich gescheitert. Die Proteste waren damals zu massiv, die Wallbergbahn GmbH zog daraufhin ihren Antrag zurück.

Somit sind die Rodler weiterhin auf die Gunst des Winters angewiesen. Die Strecke selbst sei gut in Schuss, sagt Asenstorfer. Um die Sicherheit auf der Bahn zu erhöhen, habe man in den vergangenen Jahren immer wieder nachgebessert. „Trotzdem“, betont die Sprecherin, „handelt es sich hier um eine der sportlichsten und anspruchsvollsten Rodelbahnen überhaupt“.

Daher weist die Wallbergbahn schon auf ihrer Homepage darauf hin, dass die Bahn für Kleinkinder nicht geeignet ist. Auch das Befahren mit so genannten Airboards sei nicht erlaubt. „Es gibt immer wieder Anfragen von Gästen, die mit irgendwelchen speziellen Wintersportgeräten runterfahren möchten“, erzählt Asenstorfer. Wirklich zu empfehlen sei aber nur der klassische Rodel.

Und auch damit kommt es immer wieder zu schwereren Unfällen auf der Bahn, zu denen auch die Bergwacht ausrücken muss. „Viele Leute überschätzen sich einfach“, macht Asenstorfer deutlich. „Schlittenfahren“ – das höre sich eben für die meisten recht unspektakulär an.

Revision

Die Wallbergbahn hat wegen der alljährlichen Revision von Montag, 7. November, bis Freitag, 2. Dezember, geschlossen.

gab

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