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Die Bergretter beim Einsatz in Rottach-Egern.

Unglück an Rottacher Wasserfällen

Suche nach perfektem Foto wird zum Verhängnis: Mann stürzt in Felsspalte

  • Marcus Giebel
    vonMarcus Giebel
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  • Gerti Reichl
    Gerti Reichl
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Bei einer Wanderung entlang der Rottacher Wasserfälle verließ ein Wiesseer den Weg für ein Foto oder Video. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen.

  • Ein Wanderer ist bei einem Sturz nahe der Rottacher Wasserfälle schwerverletzt worden.
  • Zu dem Unglück kam es, als der Wiesseer ein Foto oder Video machen wollte.
  • Für ihn endete der Tag im Krankenhaus.

Rottach-Egern - Das Streben nach einem besonderen Schnappschuss ist einem Wiesseer am Sonntagnachmittag zum Verhängnis geworden. Wie die Polizei Bad Wiessee mitteilt, stürzte der 68-Jährige während einer Wanderung entlang der Rottacher Wasserfälle ab, als er sich vom gesicherten Weg entfernte, um ein Foto oder Video zu machen.

Am Einsatzort in Rottach-Egern.

Dabei verlor der Mann offenbar das Gleichgewicht oder wurde Opfer seiner eigenen Unachtsamkeit. Sein Sturz endete nach rund sechs Metern mit schweren Verletzungen in einer Felsspalte. Zum Glück beobachteten seine Begleiter und weitere Wanderer das Missgeschick und setzten Notrufe ab.

Sturz an Rottacher Wasserfällen: Bergwacht, Notarzt und Kriseninterventionsteam im Einsatz

Am Einsatzort in Rottach-Egern.

Zwölf Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern sowie ein Notarzt und das Kriseninterventionsteam eilten zum Unglücksort, der auf halbem Weg zwischen den Mautstellen Enterrottach und Monialm liegt. Nach der Befreiung aus der Felsspalte wurde der Wanderer mit dem Rettungshubschrauber Heli 3 aus dem benachbarten Tirol in die Unfallklinik Murnau am Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geflogen. Lebensgefahr bestand zum Glück nicht.

Am Einsatzort.

Zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Rosenheim nahmen den Unfall auf. Für sie wird es darum gehen, den genauen Hergang zu rekonstruieren. (mg)

Bei Wanderungen sind am Wochenende unabhängig voneinander auch zwei deutsche Frauen in Tirol verunglückt - eine von ihnen wurde Opfer einer Kuh-Attacke. Zu einer Tragödie kam es auch bei Salzburg, wo Felsbrocken auf Wanderer hinabstürzten. In München sorgte ein junger Mann für Schnappatmung, als er sich zu einem waghalsigen Manöver hinreißen ließ, um zu seiner Freundin zu gelangen.

Nach einer Bergwanderung Ende Juni wird ein Wissenschaftler aus Ulm vermisst - die Spur des 39-Jährigen führt nach Bayern.

Eine Münchner Urlauberin ist in den Berchtesgadener Bergen verschwunden. Die Polizei sucht die Gegend mit Hubschraubern ab und bittet um Mithilfe.

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