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Wegen Corona: Hunde & Co. bleiben in Obhut des Tierheims

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Wegen Corona: Hunde & Co. bleiben in Obhut des Tierheims
Auch etliche Vögel, so wie diese farbenfrohen Wellensittiche, werden derzeit im Tierheim von Leiter Markus Glanz und seinem Team betreut. © Thomas Plettenberg

Wegen Corona bleibt das Tierheim in Rottach-Egern geschlossen. 24 Tiere warten dort auf das Ende der Krise. Die Mitarbeiter kümmern sich weiter um sie.

Rottach-Egern – Sind Hunde aus dem Tierheim während der Corona-Krise etwa besonders begehrt? Eine Zeitung hatte kürzlich vermeldet, dass es in US-Metropolen derzeit eine besonders hohe Nachfrage gebe, weil sich einsame Singles im Home-Office die Gesellschaft eines Vierbeiners wünschen würden. Ein Trend, den es auch im Landkreis Miesbach gibt? Johanna Ecker-Schotte, Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal, schüttelt den Kopf: „Wir erleben keinen Run auf unsere Tiere.“

Alle Informationen zur Corona-Kriese im Landkreis Miesbach finden Sie in unserem Ticker

Wegen Corona: Hunde & Co. bleiben in Obhut des Tierheims

Ohnehin hat das Tierheim in Rottach-Egern derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Und auch die Dienstpläne der Mitarbeiter sind so gestaltet, dass man sich in diesen Tagen aus dem Weg gehen kann. Gleichwohl, so betont Ecker-Schotte, seien die 24 aktuell betreuten Tiere in bester Obhut. Alle Mitarbeiter stünden in einem engen telefonischen und elektronischen Austausch. „Vieles passiert per E-Mail“, sagt die Vorsitzende und erklärt, dass aktuell keine Katzen und Hunde vermittelt würden.

Haustierhaltern, die besorgt sind, weil ihr Vierbeiner husten oder niesen, rät die Tierschützerin, sich nicht verrückt machen zu lassen: „Man sollte nicht alles aufsaugen, was in diesen Tagen über Internet-Foren verbreitet wird“, findet sie.

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Insbesondere die Meldung eines in Hongkong erkrankten Hundes habe Verunsicherung erzeugt. Anfangs habe man sich auch beim Tierschutzverein gefragt, ob die Corona-Infektion auch Haustiere betreffen könnte. Nach aktuellem Kenntnisstand bestehe zu dieser Sorge aber keine Veranlassung. Der Landesverband des Tierschutzbundes etwa habe in seinen Informationsmaterialien auf Untersuchungen verwiesen, wonach sich der Erreger bei Haustieren nicht verbreite.

Wer dennoch besorgt sei, solle sich nach Möglichkeit auf der Website seines Tierarztes informieren, rät die Rottacherin. Erfahrungsgemäß gebe es dort ausführliche Informationen, die in vielen Fällen ausreichend Hilfe bieten würden.

„Selbstverständlich sind wir aber auch in dieser Zeit da, falls ein Tier in Not ist“, betont Ecker-Schotte. Telefonisch erreichen Hilfesuchende das Tierheim in Rottach-Egern unter 0 80 22 / 54 66.

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